07.05.06
Nur noch eine Woche: Ausstellung "MENTAL IMAGE"
Am nächsten Sonntag endet die Ausstellung zu Wortbildern und Textwerken im Kunstmuseum St.Gallen.
Und wer sie nicht gesehen hat, ... schade halt.
Zu sehen gibt's faszinierende "Worte als Bilder" und "Texte als Skulpuren" von (u.a.) On Kawara, Lawrence Weiner, Silvie und Chérif Defraoui, Bethan Huws, Raymond Pettibon, Alex Hanimann, Fernando Bryce, Damien Deroubaix, welche zueinander in Beziehung gesetzt sind.

Dies ist ein Blick in den Oblichtsaal des Museums. Lawrence Weiner hat als Pionier schon Ende der 60er Jahre die Textarbeit als Ersatz für die Skulptur eingesetzt. Der Satz ist übrigens im Umfeld der Ausstellung von 1995 durch die Eisenbahnbrücken-Konstruktionen über die Sitter inspiriert worden.
Ein herrlicher, die bildhafte Vorstellung anregender Satz aus jener Ausstellung, der mir besonders gefiel, hiess:
SMALL PILES OF THOSE
THINGS THAT FALL THROUGH
THE CRACKS IN THE FLOOR

Und diese Schrift-Abschnitte links stammen von Silvie Defraoui, welche seit 6 Jahren verdankenswerterweise die Jury des namics.kunst.preises bereichert.
Ach ja: Für das Stöbern in der Bibliothek von Lutz/Guggisberg sollte man etwas Zeit mitbringen. Augenzwinkerei vom Feinsten.
Posted by philipp.laemmlin at 14:20 | Comments (0)
02.05.06
Nicht verpassen: Yan Duvendak Performance in St.Gallen
Der Gewinner des 5.namics.kunst.preises ist Morgen Mittwoch um 20:15 mit seiner Performance "Your're dead!" im Kunstmuseum.
Anlässlich der Mitgliederverasammlung des Kunstvereins St.Gallen kann man Yan Duvendak mal wieder live in der Ostschweiz sehen.
Es würde sich natürlich sowieso lohnen, Mitglied des Kunstvereins zu sein - aber die Performance ist auch öffentlich: "You're dead!", Performance von Yan Duyvendak, Mittwoch 3.Mai um 20:15 im Kunstmuseum
Nur kostet's halt für Nichtmitglieder 12.-, da wäre der Jahresbeitrag schon fast wieder drin...
Mehr zu Duyvendak findet ihr hier: Homepage von Yan Duvendak
Und ab 13. Mai kann man anlässlich der Ausstellung "... durch die Jahrhunderte" im Kunstmuseums sein Video "Side Effects" im Projektraum kucken: "... durch die Jahrhunderte"
Posted by philipp.laemmlin at 23:23 | Comments (2)
01.09.05
"Wenn der Wahnsinn in den Alltag einbricht, ...
...dann drückt Crewdson auf den Auslöser".
So hat Eva Wannemacher den Beitrag über den amerikanischen Fotografen Gregory Crewdson in der gestrigen "kulturplatz" Sendung eingeleitet.
Es sind bedrückende und doch faszinierende Bilder, welche der 43-jährige mit einem gigantischen Aufwand in Szene setzt. Wie auf einem Filmset geht es dabei zu - und doch ist nur ein einziges Foto das Ziel.
Man kann sich den narrativen Sog nicht entziehen, der von den kalten Kunstwelten ausgeht. Es steigen Fragen in einem auf, und man spinnt unweigerlich eine eigene Geschichte dahinter. Ein kleiner Film auf einem Bild.



Im nächsten Juni kommt eine Ausstellung von Gregory Crewdson ins Fotomuseum Winterthur (3.6-20.8.06). Uns soeben ist ein Bildband von ihm erschienen: «Gregory Crewdson – 1985 – 2005» (Verlag Hantje Cantz)
Posted by philipp.laemmlin at 15:09 | Comments (1)
09.07.05
Die beharrliche Suche eines 85-Jährigen
Zum Geburtstag von Hans Josephsohn präsentieren das Sitterwerk und das Museum Liner eine Doppelausstellung seiner Skulpturen - noch bis zum 31 Juli!
Mit Spachtel und Gips wird die Gestalt des Menschen erforscht. In früheren Arbeiten noch mit starkem Ausdruck von Haltung und Postur, später dann zunehmend reduzierter und monumentaler. Doch halt: Ist das nicht ein leidendes Flehen gen Himmel, ...ein schelmisch-zufriedenes Lächeln, ...die Ruhe innerer Gelassenheit? Trotz minimalster Stilmittel sind Emotionen erfassbar, ja direkt spürbar. Riesige Gipspfropfen mit angedeuteter Nase und scheinbar zufälligen Spachtellinien im Gesicht beginnen zu sprechen. Faszinierend.


Ein weiterer Reiz erwächst aus den beiden unterschiedlichen Ausstellungsräumen: Dem archaischen Ambiente des ehemaligen Kesselhauses der Färberei Sittertal in St.Gallen (Kesselhaus Josephsohn) und den nüchtern-klaren Räumen des Museumsbaus von Gigon/Guyer in Appenzell (Museum Liner). Hingehen? Ja.


Posted by philipp.laemmlin at 19:34 | Comments (0)