26.08.10
High Noon und das Sandmännchen
Wenn wir unterwegs sind, dann ist es irgendwann nach der Mittagszeit soweit: Die Augen der Jungs fallen zu. Zuerst bei Ben, der dann vorher oft keinen Bissen mehr runterkriegt, dann auch bei Nils. Egal wo wir sind. Nur "s'Büsi" und "d'Pinga" müssen da sein. Ohne die geht nix.

So sah das zum Beispiel im Park des Schlosses Schönbrunn aus.

Ja, und wenn dann die Sonne kommt, dann muss improvisiert werden...
Aber schon in Florida war das so, dort einfach oft mit Sand und Sonnenschirm.

Das sah manchmal so friedlich aus, dass Leute stehen blieben und ein Foto machten. Wir auch... ;-)



Es reicht in der Not auch ein Stuhl, wenn die Füsse auf den Beinen einer damit zur Immobilität gezwungenen Begleitperson gelegt werden können (später regnete es in Strömen, und Schirme und Regenjacken schützten notdürftig die Schlafenden und die Stützenden)

Doch richtig gemütlich ist's auf mehreren Stühlen - aber es kann auch mal auf dem Steinboden sein...

An der Kärntnerstrasse haben wir eine Rastbänkli-Insel belegt - später legten sich vom Anblick angesteckt zwei Männer auch dazu und powernapten sich wieder fit fürs Sightseeing.
Posted by philipp.laemmlin at 20:35 | Comments (1)
15.08.10
Ferien am Bauernhof
Ja, so sagen sie hier. Nicht "auf dem" oder "beim", sondern eben "am Bauernhof". Und für uns war das eine sehr sehr schöne Woche hier am Grassbichlhof bei Altenmarkt im Pongau (Salzburgerland, Österreich).

Dies ist der Grassbichlhof weit oben am Berg. 1250 Meter über dem Alltag eben. Denn dieser schafft es da nicht hoch. Einfach zu steil. Heiner weiss, wovon wir sprechen (aus Fahrrad wird Schiebrad wird Stehenlassrad...)

Man ist gut aufgehoben bei den tollen Gastgebern und noch tolleren Menschen Hias und Anita.
Und nicht zu vergessen die gute Hausfee Maria, die mit ihrer Energie und Lebensfreude und ihrem pausenlosen Wirken unser neues Vorbild fürs Altwerden ist. Liebe Maria, wir möchten auch so würdevoll und kraftstrotzend und wach die 75 erreichen wie Du. Danke!

Kleintiere finden Grossaufmerksamkeit. Und die "Rüebli" werden von den "Chüngeli" auch geknabbert, wenn sie die Worte nicht verstehen.

Auch sonst war es für unsere beiden Jungs einfach ein kleines Paradies. Ob nun der Brunnen so lockt, dass Mami zum 3.Mal die Kleider wechseln muss, ...

...oder einfach, weil es andere Kinder hat, mit denen sie spielen können. Und die grösseren Kinder waren noch grössere Engel: Ein riesiges Dankeschön an Steffen und Annika, und auch an Michael und Sabrina. Nils und Ben vermissen euch.


Eine solche Bergwelt will natürlich auch zu Fuss erkundet werden. Multipliziert man die angegebenen Wanderzeiten mit 2, dann kommt es auch für uns hin.

Und das schönste sind die Pausen.

Dies ist der Badesee, der etwas oberhalb des Grassbichlhofs liegt und sich äusserst einladend und malerisch präsentiert, bis man den grossen Zeh reinsteckt. Doch war das schon besser vor der Kältewelle.

Trotz mütterlicher Sorgen machte es den drei Männern im Boot sichtlich Spass. Mehr als der Rudernde schwitzte die Fotografierende.


Höhenluft macht hungrig. Oder müde. Oder beides.

Von der Gamskogelhütte ging's dann zu Fuss ins Tal. Noch lachen wir alle.

Eine andere Wanderung mit fast allen Gästen des Grassbichlhofs führte von der Gnadenalm...

... zum beeindruckenden Johannes-Wasserfall.


An einem weiteren Tag brachte uns die Gondelbahn von Alpendorf...

... hoch zum Geisterberg.




Nur bei der Fahrt runter vom Geisterberg zur Bergstation der Gondelbahn war das Touristen-Zügli schon voll. Michèle, Nils und Ben durften in der Kabine des Zugtraktors mitfahren. Der Schreibende hatte keinen Platz mehr - und rannte zu Tal... Na ja.

Knacker sind wie Cervelats - und es wurde ein langer Abend.








War schön. Wir haben es genossen. Danke allen - und auf bald.
Posted by philipp.laemmlin at 14:55 | Comments (3)
30.07.10
"Für mich einen grossen Braunen"
Europa hat uns wieder. Und erst noch ein besonders schöner Fleck davon. Wien ist das Paradies für Kaffeegeniesser, Geschichtsspurensucher, Kunstliebhaber - und: Für Kinder!
Die Amerikanischen Behörden wollten unser halbjähriges Visum nicht verlängern. Also mussten wir raus aus dem Land der begrenzten Aufenthaltsmöglichkeiten. Und wo geht man hin nach Florida mit Disneyland, Seaworld und Busch Gardens? In den Prater...


In den Autos bin ich selbst schon als Kind gefahren. Die Bahn gibt's - wohl unverändert - seit 1965. Der Charm der Autos zieht auch heute noch.





Wir waren auch noch im Prater-Kasperl-Theater - und waren überrascht. Der kleine Kerl macht politische Sprüche, und die Hälfte der Zeit prügelt er aufs Krokodil oder den Teufel ein. Alles ist laut und chaotisch - doch Kinder wie Erwachsene kennen das und singen und machen mit. Andere Länder, andere Kasperl... Der Eintrittspreis wurde an den Preis des Bierkrügels im Schweizerhaus gebunden. Erwachsenen- und Kinderwelt überschneiden sich spannend. http://www.praterkasperl.com/


Der Grossvater war auch kurz dabei, hat uns unser Auto nach Wien gebracht (Danke!) und einen Jugendfreund besucht. Im Prater gehört jedesmal selbstverständlich - aber ohne Patriotismus - ein Besuch im "Schweizerhaus" dazu: Knusprig gebackene Stelze mit Senf und Kren...

Posted by philipp.laemmlin at 20:07 | Comments (4)
19.07.10
Bald Guacamole aus dem eignen Garten?
Wir haben uns schon lange gefragt, was denn das für ein kümmerliches Bäumchen hinter dem Haus ist. Jetzt wissen wir's.

Als wir hier einzogen, da war das Bäumchen etwas vertrocknet. Nach einigen Tagen beherztem Nachwässern ärgerte uns dann der Blütenstaub im Pool. Bis wir die Früchte daran sahen:

Und was macht man als frischgebackener Avocado-Gärtner? Mal in Wikipedia nachschlagen, was es denn dazu so zu sagen gibt. Also: Die Avocado stammt aus Südmexiko und wurde schon von den Azteken kultiviert. Bei uns hier sind schon sechs Früchte gewachsen, was unter anderem auch bedeutet, dass dieses Bäumchen schon mindestens 10 Jahre alt ist. Erst dann bilden sich die ersten "Beeren" (Ja, die Avocado ist eine Beere. Da kommt doch so verstaubtes Halbwissen aus dem Biologieunterricht hoch... Waren nicht die Erdbeeren gar keine Beeren?)
Wikipedia macht aus Halbwissen natürlich auch hier wieder mehr. Und damit ihr nicht nachschlagen braucht: Keine Beeren im biologischen Sinne sind u.a. Erdbeere, Himbeere, Brombeere, Holunderbeere. Zu den Beeren zählen dagegen: Banane, Dattel, Kürbis, Melone, Gurke, Kiwi, ...
Und gleich noch etwas mehr Hintergrundwissen - doch diesmal mit praktischem Nutzen: Avocados fallen im noch harten "unreifen" Zustand vom Baum und reifen rasch nach. Sie gehören damit zu den sogenannt klimakterischen Früchten wie auch Apfel, Banane, Mango etc. Dafür verantwortlich ist ein "Reifegas" (autokatalytischen Phytohormon Ethen), welches gleichzeitig Produkt und Auslöser des chemischen Prozesses ist, diesen also stetig beschleunigt (bis zur Fäulnis). Äpfel und Tomaten geben besonders viel Ethen ab, darum sollte man diese immer getrennt von anderen Früchten und Gemüsen lagern. Das ist der Grund, warum Bananen so schnell verderben, wenn man sie in einer gemischten Früchteschale mit Äpfeln aufstellt. Grüne Bananen kann man so aber auch schneller zur "Genussreife" bringen.
Ja, und jetzt, wo die eigenen Avocados bald "pflückreif" wären, fliegen wir wieder weg. So ein Pech. Also doch keine Guacamole...
Posted by philipp.laemmlin at 16:19 | Comments (1)
13.07.10
Kind und Kegeln
Einen ganzen Tag an der Sonne geht nicht mehr. Zu heiss. Da gibt's nur die Flucht in klimatisierte Rückzugsgebiete.
Und wiedermal sind die Amerikaner extrem kinderfreundlich, auch in den Bowling-Hallen. Es gibt die passenden Schuhe auch für Bens Füsschen, und kleine Kinder kriegen eine Startrampe, damit die Kugel es auch bis vorne schafft.



Hat mächtig Spass gemacht. Und wir werden bald wieder dort anzutreffen sein.

Posted by philipp.laemmlin at 16:13 | Comments (0)
08.07.10
Der Juni-Eintrag: Hitze, WM und Omi
Bei konstant gegen 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit wird alles etwas langsamer. Auch Blogeinträge...
Ja, die Hitze zwingt zur Siesta...

...oder zum Wiederauftanken in den Schatten der Garage.

Sogar die Eichhörnchen suchen morgens Abkühlung auf dem noch nachtfrischen Betonboden.

Und weil die kurze WM-Euphorie schon rasch abflaute...

... wurde aus einem Spitzenmatsch schnell ein Hintergrundgeräusch.

Richtig gesehen: Die Omi kam wieder zu Besuch, und brachte endlich neue Pixibücher mit

... und gute Stimmung ;-)

Ansonsten macht natürlich alles Spass, was mit Wasser zu tun hat.


oder mit frischer Höhenluft...


oder mit ordentlich Fahrtwind...

..., denn sonst hilft nur Einbuddeln.

So war er, der rasch dahingeschmolzene Juni. Noch können wir getrost Abwarten und Kaffee oder Tee trinken. Doch bald schon geht's ein ganzes Stück näher an die Heimat.

Posted by philipp.laemmlin at 11:27 | Comments (1)
05.06.10
The Southernmost Point of Continental USA
Der Schlüssel zu Key West ist Gelassenheit (was junge Familien immer reichlich zwischen Notfallwindeln, Ersatz-Shirts, Feuchttüchern und Getreidesnacks bei sich tragen) und eine funktionierende Klimaanlage.
Hier waren wir also, am "Southernmost Point of Continental USA".

Sieht einsam aus - ist es aber nicht. Die anderen hundert Touris warten ganz einfach brav ausserhalb des Fotobereichs auf ihre 17 Sekunden. Und gleich noch mehr der Ernüchterung: Es ist auch nicht der südlichste Punkt von Kontinental-USA, denn der liegt im Navy Stützpunkt nebenan und ist deshalb touristisch schwer ausschlachtbar. Überraschender ist, dass zwei andere, südlicher liegende Punkte von jedem Hard-Core-Breitengrad-Jäger leicht erreicht werden könnten, einer sogar an einem wunderschönen Strand im State Park. Egal, auf jeden Fall könnten dort die "Old Town Trolleys" nicht wenden. Die Macht ist mit ihnen. Und Mitfahren-wollen zwingt zur Kleinkreditaufnahme. Doch Hut ab vor unserer Fahrerin, nicht nur der narrativen Virtuosität wegen, sondern auch wegen ihrer Manövrierpräzision. Ein Job mehr, der aus der Multioptions-Liste gestrichen werden kann.
Ach ja, und es sind auch nicht 90 Meilen bis Kuba, wie uns die Betonboje in goldener Schrift weissmachen will, sondern ca. 94. Aber was hat Tourismus schon mit Genauigkeit zu tun.
Doch bis man da unten ist, auf der letzten der per Strasse erschlossenen, ehemaligen Koralleninseln, muss man erst mal ein ganzes Stück fahren. Ich mach's ja gern :-)

Hier sind wir grad auf der Seven-Mile-Bridge (zugegeben: Es ist das Rückfahrt-Foto. Auf dem Hinweg hat's geregnet)

Und irgendwann nach 42 Brücken ist man beim meistfotografierten Strassenschild (und meistgeklauten) überhaupt: Der Meile 0 des 2377 Meilen langen US Highway 1 entlang der Ostküste der Vereinigten Staaten.
Und warum fährt man auch runter in diese Stadt der gut-verrückten Leute und schlecht-verrückten Immobilienpreise? Wegen der Sonnenuntergänge. Also los:




Und die "Sunset Celebration" findet jeden Abend bei schönem Wetter, also eigentlich an jedem Abend, auf dem Mallory Square statt. Der ideale Platz, um müde Kinder noch müder zu machen.




Ein weiterer Platz hier, wo einem das Geld aus der Hand gerissen wird - allerdings nirgends so lieb wie von diesem treuen Gefährten des Tubaspielers.

Der Kopf will noch, die Füsse nicht mehr ganz. Und ausserdem sieht man die Dinge von hier einfach besser.
Doch nun zu was ganz anderem: Essen.

Nils macht das inzwischen ganz toll, ob nun beim Italiener...

oder bei einem lecker-gesunden Snack am Strand... (man beachte die Früchte im Hintergrund.)

Am Mittwoch fuhren wir noch mit dem Glasbodenboot raus zu den Riffen.



Diese kleinen Kerle begleiteten unser Boot die ganze Zeit über. Sie heissen hier nur "Catch of the Day", weil sie jeden Tag auf den Tellern der Speiselokale landen.
Bei Mile 59 lohnt sich der Abstecher ins Dolphin Research Center http://www.dolphins.org, was von uns als eine aussergewöhnliche Institution mit sehr netten, begeisterten und einfühlungsstarken Leuten wahrgenommen wurde. Ist zwar alles etwas rennovationsbedürftig, dafür wurde hier schon Flipper gedreht und das Cebter ist nicht gewinnorientiert und stellt sich in den Dienste der Wissenschaft. Es werden hochinteressante, vielfältige Vorstellungen geboten, emotionale Momente inbegriffen.



Es war ein toller Trip. Wir haben es genossen. Wenn auch die Hitze jedes frisch angezogene T-Shirt sofort an den Körper klebte. Bei gegen 40 Grad wählt man die Strassenseite mit Bedacht, die mehr Schatten verspricht.

Ob Ping-Pong...

.. oder die erste Partie "Schacht"...

... am Ende des Tages ist alles Schlafen.
Posted by philipp.laemmlin at 05:42 | Comments (3)
20.05.10
Home (II), sweet Home (II)
Wir sind in unserer Auszeit etwas sesshafter geworden, als wir das anfänglich gedacht hätten...
Und weil immer mal wieder wer fragt, wie's denn bei uns so aussieht hier drüben, zeigen wir endlich mal ein paar Bilder unserer Heims (II) in Cape Coral.

Hier fährt man zum Haus

So sieht es von vorne aus

Und hier geht's wieder raus

Badeplatz im Backyard

Ein Screen schützt vor Gefleugs und Gezeugs

Der Kanal: Vorne einmal links abbiegen, und schon ist man im offenen Wasser Richtung Golf von Mexiko

Am Kanal: Alte Bäume in der Nachbarschaft

Unser Essbereich

Für Geistige und andere Fitness

Noch ein Screen

Wo ich das hier schreibe

Das Elternschlafzimmer mit Bad

Gästeschlafzimmer und...

...Kinderzimmer teilen sich das zweite Bad

Unser Nachbar direkt vor der Wohnungstür: Sunny! Der kommt jeden Tag aus seiner Höhle und geniesst die Morgensonne. Und er feiert keine lauten Parties.

Noch zwei Nachbarn, eingebuddelt und wachsam direkt an der Quartierstrasse: Käuzli
Ach ja, das Haus kann gemietet werden, wenn wir wieder zurück sind ;-)
Posted by philipp.laemmlin at 23:15 | Comments (4)
08.05.10
Minigolf... und Mickeygolf?
Seit Orlando ist bei Nils klar: Wo eine Minnie ist, da kann der Mickey nicht weit sein. Als wir die ersten Bahnen Minigolf gespielt hatten, kam konsequenterweise die Frage: "Spiläd mir s'nöchscht Mol Mickey-Golf?"
Und seit Disneyland erkennen die beiden aus ihrem Hochsitz im Einkaufswägeli auch mit Adlerblick die manigfaltigen Mickey-Produkte in den Regalen: Mickey-Nuggets, Mickey-Nüdeli, Mickey-Chäsli, Mickey-Fruchsäftli, ... Und immer mal wieder findet eins dieser Kids-Eye-Catcher den Weg auf Kassenband.
Erstaunt hat uns die Konzentrationsfähigkeit der beiden Jungs. Bei 30 Grad ging ein Durchgang knapp zwei Stunden. Und wir sind abends gleich nochmals hin... Nils und s'Mami trafen beide ein "hole-in-one", gewonnen hat aber trotzdem das Alter.

Die nette Dame von der Kasse schoss zu Beginn ein Familienbildli - danach konnten wir erstmal Babyaligatoren mit Fleischstückli füttern. Und als wir das gestrandete Piratenschiff durchschritten hatten, ging's endlich los mit der ersten Bahn. So geht das in Florida.




Kusshändli für die Fotografierende - oder ist es doch Gähnen...?

Verdiente Erfrischung - wenn auch zu lang, um vor dem Schmelzen gegessen zu sein. Mami hat Feuchttücher...

Posted by philipp.laemmlin at 23:22 | Comments (1)
06.05.10
Noch können wir baden.
Die Stimmung hier in Cape Coral ist gedrückt.
Heute morgen an der Beach standen nur zwei Fischer auf dem Pier. Viele schlendern über den Holzsteg und schauen gedankenverloren aufs Wasser. Es stimmt traurig und macht wütend. Wie kann so eine menschgemachte Umweltkatastrophe geschehen? 800'000 Liter Oel fliessen täglich ins Meer. Auch Florida hat den Notstand ausgerufen. Noch ist das Oel genügend weit weg von hier.
Gedanklich schweifen wir zurück an wunderschöne und verlassene Sandstrände, Delfin-schwimm-schulen, verschiedene Pelikane, Ibise, Alligatoren, Manatees, Kraniche, Seeadler, hochsensible Pflanzenwelten. Langsam schwimmen jetzt die Schildkröten an die Strände, um die Eier zu vergraben.....uns treibt's Tränen in die Augen.
Aber momentan baden wir noch. Hier einige Eindrücke. Wir genissen's noch.

Eine Beach auf Sanibel Island. Um die Fauna und Flora zu schützen, gibt es nur eine begrenzte Anzahl Parkplätze. Keine Restaurants - "nur" Natur pur.




Unsere Hausstrand in Cape Coral beim Yacht Club. Nils und Ben fühlen sich sichtlich heimisch...

"Wiäso muäs dä Ben wider schlofä? Ganz schö langwiilig ohni inn - Mami, chan ich inn weckä?"


Die Sonne geht auch in Cape Coral unter. Und wie schön...

Posted by philipp.laemmlin at 03:39 | Comments (0)
30.04.10
A2YL auch in FL
Die Welt wird grösser und spannender, wenn der ältere Cousin und die Cousine zu Besuch kommen.
A2YL heisst Andi und Andrea mit Yann und Lara. Sie flogen in Osterhasen-Mission über den Teich - und brachten Schoggi und vor allem Käse (D A N K E den Sendern wie den Boten!!). Natürlich nicht nur wegen uns. Aber so gross ist Florida ja nicht, ein Treffen traf sich gut. Sie kamen für 2 Tage - und blieben zum Glück etwas länger. Den Reiseplänen hinterherhinkend, mussten sie nach Daytona dann passenderweise hochrasen...
Eigentlich können wir nur schreiben: War toll und entspannt. Die Kinder haben einander genossen - von "anhimmel" (von klein nach gross) bis "nerv" (wenn gleichzeitiges Einschlafen im 4er-Zimmer nicht klappte). Schliefen die Kinder, machten sich die restlichen Männer wie ausgehungerte Mäuse über die Chips und Nüssli her. Dem Lindenmann (Lieblingswein unserer Gäste) waren hingegen alle zugetan. Laue Abende mit Grillzange und Grillengezirpe, Gespräche ohne Hast und Mangel (Zeit, Themen, Knaberzeugs), erschöpft schlafende Kinder - was will man mehr? Aiiii, schon wieder 1 Uhr - ab ins Bett
Euch 4en sonnige Floridagrüsse.......uns wird warm ums Herz, wenn wir die Fotos anschauen.















Posted by philipp.laemmlin at 02:41 | Comments (1)
07.04.10
...nach 12 Jahren wieder in Fort Lauderdale
Dies wird ein "Damals" und "weisst Du noch" Eintrag. Darum widme ich ihn auch gleich Ivo, meinem damaligen Reisebegleiter. Ihr anderen Leser: Willkommen an der Ost- und Goldküste von Florida.
Am 3ten November 1997 ging's los. Über Atlanta flogen wir nach Miami. Damals war Fliegen noch echt aufregend. Fort Lauderdale, wo wir für 3 Monate eine Sprachschule besuchten, liegt noch etwas nördlich von Miami.
Wie viel zu viele Orte wird auch Fort Lauderdale "kleines Venedig" genannt. Auf Grund seiner Nähe zu den Bahamas und der Karibik sowie der vielen Kanäle, ist es ein wichtiger Zwischenstop für Yachten geworden. 42 000 Boote haben hier ihren Heimathafen. Und ca. 110'000 Menschen arbeiten allein im Bereich Bau und Wartung von Yachten.
So richtig entdeckt wurde der Ort in den 70er Jahren, und zwar von Studenten, die hier auf Abenteuersuche gingen während des berüchtigten "Spring Breaks". Sturm und auch Drang am Strand. Drogen, Alkohol und das Dritte waren irgendwann ein Imageproblem. Die Polizei schaltete sich ein, die Studenten blieben aus... Bis vor kurzem. Seit wenigen Jahren rutscht die Daytona-Beach-Party-Gesellschaft wieder nach Süden. Vor 12 Jahren war's hier zwar abends auch manchmal etwas verrückt, aber auch noch verträumt...
Fort Lauderdale soll heute eine der bedeutensten Städte Amerikas für Homosexuelle sein. Sie wirbt aktiv um schwule und lesbische Touristen. Der Ort ist äusserst gepflegt, lange Palmenalleen schlängeln sich durch die Stadt, die Restaurants sind nobel und oft mit Pianomusik, teure Boutiquen und Galerien säumen den Las Olas Blvd, riesige Yachten liegen vor den Anlegestegen noch grösserer Villen.
Ivo und ich haben vor zwölf Jahren für zehn Wochen hier gelebt (Ivo noch länger) und dies genossen. Jeder von uns hat in einer Gastfamilie gewohnt. Neben Ausgang und Strandleben, besuchten wir "nebenbei" für 4 Stunden täglich die Sprachschule. Schön wars. DANKE.
In der Zwischenzeit hat sich viel verändert. Es wurde gebaut, die bessern Restaurants sind am Las Olas wie Pilze aus dem Boden geschossen. Aus meiner Sicht scheint es unpersönlicher und mondäner als vorher. Trotzdem schimmert "unser" Fort Lauderdale noch immer durch.
Das war's. Hier folgen nur noch ein paar "Insider" für Ivo:
- Der Walgreens ist weg. Wo wir unsere Fotos entwickelten ist nur noch ein Parkplatz. Und unsere Laundery ist einem Immobilienmarkler-Büro gewichen.
- Dafür gibt's die italienische Bäckerei noch. Man riecht sie meilenweit. Sie wurde noch teurer. Inzwischen kostet ein Gipfeli $2.75! Aber es scheint gnügend Leute zu haben, die sich diesen Luxus von knusprigem Brot leisten wollen, was ich sehr gut verstehen kann.
- Im Sawgrass waren wir gleich zweimal, nachdem sie uns auf dem Parkplatz der Mietwohnung während dem Ausladen zwei Säcke Kleider gestohlen hatten...
- Das Il Molino steht auch noch immer. Doch dafür, und auch für die Galleria-Mall, welche um wunderschöne Aussenrestaurants erweitert wurde, reichte die Zeit nicht mehr.
- Das Haus von meiner Gastfamilie, John und Amy, habe ich erst auf den zweiten Anlauf gefunden. Die Besitzer scheinen gewechselt zu haben, denn der Garten ist gepflegt...
- Anna-Maria hab ich leider nicht gesehen, aber die ist bestimmt wie du bereits glücklich verheiratet....
So, Ivo. Du siehst, auch 12 Jahre später warst du während Tagen präsent bei uns in den Gesprächen. Philipp und ich gehen bestimmt wieder nach Fort Lauderdale, aber kaum mehr unbedingt während Studentenferienzeiten. Dir ganz ganz liebe Grüsse - natürlich auch deinem kleinen Nico und der lieben Mirjam.
Michèle












Posted by philipp.laemmlin at 03:10 | Comments (1)
03.04.10
FROHE OSTERN

Na ja, floridianische Osterhasen haben da so ihre eigene Art: Farbige kleine Eili sind einfach anders verpackte M&Ms oder Jelly Beans, anstelle leuchtend bunter Farben ist alles in Pastell-Tönen gehalten, und die meisten figürlichen Osterhasen findet man in der Ballonabteilung - und das grad jetzt, wo wir die Schweizer Schoggi scho chli z'churz händ.
Und darum setzen wir Ostern auch mal anderes in Bild.
EUCH ALLEN VON HERZEN FRIEDLICHE UND SÜSSE OSTERTAGE!

Posted by philipp.laemmlin at 01:04 | Comments (1)
02.04.10
Ich brauch Dich nicht mehr
In den frühen Morgenstunden des vergangenen Dienstags, 30.März 2010, endete am Rande des atlantischen Ozeans beim Parkplatz des Miami Seaquariums ein langer gemeinsamer Weg.


"Jetz bin au ich än Grossä. Tschau Nuggi!"
Ein kleiner Ballast für das Meer, aber ein grosser Wurf für Nils.

Posted by philipp.laemmlin at 05:37 | Comments (3)
28.03.10
"Papi, Papi, Öpflbau(m) !"
Von wegen "Stilles Örtchen"....
Eigentlich hatte ich auf ein wenig Ruhe gehofft hier im Rückzugsgebiet der menschlichen Notdurft. Aber nix da. Ein feines aufgeregtes Stimmchen vor der Tür hört nicht auf zu rufen: "Papi, Papi, Öpfelbau(m) - Papi, lüägä, Öpflbau(m)".
Noch kann Ben den Drehtürgriff nicht mit genügend Kraft fassen. Er rüttelt nur dran. Es scheint wirklich dringend. Bei mir auch. Aber eben... Also Zwischenstopp, Hosen halbhoch und zur Tür gewatschelt.
Und es war die Unterbrechung wert. Denn draussen am Boden fand ich Ben, halb im Kopfstand und wild mit den Beinchen stossend, bis es gelang: Er rollte über den Kopf auf den Rücken. "Öpfelbau(m), luägä...". "Bravo, Ben! Dä Pürzelbaum. Bravo - und jetzt gang und zeig en am Mami, gell..."
Solche Kinderstilblüten und Wortschöpfungen kennen alle Eltern. Viele davon sind vergänglich, doch andere benutzt man in der Familie für eine kurze Zeit ("amon" von Ben für "nochmals" war bei uns lange in..., oder "Marschmelonen" von Nils für Marshmallows) - und einige sind einfach witzig, weil naheliegend und doch falsch ("aaschnüärlä" von Nils für etwas festbinden zum Beispiel). Ihr kennt da sicher eigene.
But now for something completely different:
Ein paar Bilder von der Familie Lämmlin unterwegs.

Na ja, es sammelt sich so einiges an hier. Geht nur mit Minivan.



Die neuen Velos müssen nun natürlich immer dabei sein.

Ein neues Zimmer wird zu "ihrem" Zimmer gemacht.
Posted by philipp.laemmlin at 16:54 | Comments (3)
11.03.10
Die Parks mit der Maus
"So, jetzt gömmer döt anä, wo dä Mickey dihei isch."
Wir strömen morgens mit Tausend anderen Mickey-, Donald-, Pluto-, Winnie Pooh-, Tinkerbell-und Sonstwie-Begeisterten in die Disney Park Anlagen. Die leichte genervte Anspannung nach dem ersten "Schlangestehen" verfliegt rasch wieder, als wir ins Reich von Mickey eintauchen. Die Liebe zum Detail faszinieren auch Philipp und mich immer wieder.
Am ersten Morgen swingen, tanzen und singen wir in der Magic-Kingdom-Morgenparade sofort mit. Die Jungs sind nicht mehr weiterzubewegen. Die Kinderherzen gehen bei Mickeys und Donalds Anblick auf. Die süsse Maus, die lustige Ente und die fröhliche laute Musik lassen einen nicht mehr ruhig an Ort stehen.
Nils wollte unbedingt das Schweizer T-Shirt und die passende Hose anziehen, damit Mickey weiss, woher er kommt. Und Ben tut, was Nils tut. Es ist 3 Grad Celsius, als wir am Morgen das Haus verlassen. Also bitterkalt. Nils war nicht dazu zu bewegen, seinen Faserpelz vor Mickey zu schliessen. Einen Patrioten mehr hat das Land... Später wurd's dann etwas wärmer.
Wir haben uns richtig ins Zeug gelegt. Weder Dauerrege noch Eiseskälte oder Blasen an den Füssen konnten uns von den Parks abhalten. Einmal haben wir's sogar bis zur Nachtparade und dem Feuerwerk durchgehalten. Umwerfend.
Nils und Ben sind seitdem infisziert. Selbst Ben kennt momentan die populärsten Figuren alle beim Namen. Die folgenden Bilder sprechen jetzt für sich. Viel Spass. Da kann ich nun schlafen gehen...




Weltreise?
Nein nein, wir sind zu Gast in einer eigenen Welt. Ihrem Reich:


Eine magische Welt voll Neuem. Schön, einen grossen Bruder als Halt zu haben.
Und dann trafen wir sie alle. Lieb, flauschig, gutgelaunt - aber ziemlich gross...



Es waren lange Tage. Nicht nur schauen, auch essen, schlafen, für-kleine-Jungs musste sein.








Eine Mittagspause

Die Paraden faszinierten die beiden ungemein - und die staunenden Augen blieben nicht unbemerkt...


Das Finale.
Posted by philipp.laemmlin at 02:24 | Comments (5)
03.03.10
For Oemeli only
Dieser Eintrag ist der jetzt wieder daheim in der Vorfrühlingskälte sitzenden Omi gewidmet. Dein sportlicher Einfluss, liebe Christina, auf die Jungs ist unverkennbar...




Im "Sport" schon echte Rivalen... in der Nacht dann wieder einfach nur Brüder
Posted by philipp.laemmlin at 16:48 | Comments (2)
Kuchen und Puste
Ein kleiner Blick zurück zu Kerzen und Geschenken.
Es war wirklich ein sehr schöner Geburtstag. Und ein ganz ganz grosses DANKESCHÖN an alle, die uns per Comment, Xing, Email, Facebook, SMS oder Anruf gratuliert haben. Das freut und berührt ehrlichgesagt noch viel mehr, wenn man weit weg von daheim ist. Merci.

Michèle hat über Nacht noch einen Kuchen gebacken. Mit Schoggi natürlich. Ist ja für Ben :-)



Ben bekam zwei grosse Schachteln Lego - und Nils zeigte dem kleinen Bruder gleich mal, was man damit alles bauen kann.

Und für beide Brüder gab's ein ortsangepasstes "Tee"
Aber bei uns in Florida ist es noch immer viel zu kalt. So kalt, dass sich morgens sogar Reif auf den kalten Gartenmauern bildet...

Posted by philipp.laemmlin at 11:53 | Comments (1)
22.02.10
Festland, du hast uns wieder
Also das mit der Robinson-Insel wäre eine super Idee gewesen - bei WARMEM WETTER...
Aber es war kalt. Sehr kalt. Zu kalt. Manchmal keine 10 Grad (sorry an die Mitteleuropäer im Schneesturm, aber alles ist relativ).
Doch ganz von Anfang. Kapitän Dick James fuhr uns also nach telefonischer Vereinbarung rüber nach Little Gasparilla Island. Wir waren sehr gespannt, was uns da erwartet. Unser Stelzenhaus erschien von aussen so nett, doch beim Bezug erstmal der Schock: Da bekam eine Reinigungskraft wohl zu unrecht ihr Geld. Nichts war wirklich sauber, und der Duft der Bettwäsche erinnerte an alles andere als an Waschmittel. Ich habe zuerst alle Leintücher und Bettüberwürfe gewaschen, Mami hat die Küche herausgeputzt (der Kühlschrank stand noch voller Lebensmittel). Doch bald war Schluss mit Putzen. Die freundlichen aber einzigen Nachbarn in der Nähe kamen rüber und meldeten einen Wasserrohbruch im System. Jemand kümmere sich darum. Vielleicht gehe das Wasser erst Morgen wieder... Später dann zweimal totaler Stromausfall im Haus. Bei Tag ist das noch ok, aber am späteren Abend gab's sogar Tränen bei den Kleinen. Uns wurde klar: Duschen, Kochen, Heizen und Waschen war zuviel für die Hauptsicherung. Also Stromsparen, um Nerven zu sparen. Ja, der Anfang war schrecklich, und der Schluss auch.
Doch am Abend, wenn unsere Bengelchen im Bett waren, haben wir Wein getrunken und Tschau-Sepplät. Der Humor ist uns nicht vergangen.Wir waren eine eingespielte Truppe und haben uns jeweils aufgeteilt. Am Morgen hatte einer Haus-und Kochdienst, und die anderen zwei sind mit Nils und Ben an die Beach zum Muscheln suchen, Meer anschleichen und Sändälä gegangen. Es war bitterkalt. Ohne Windjacke und Faserpelz wagte sich niemand raus. Die Einheimischen (halbe Einsiedler...) haben sogar Winterjacken und Handschuhe getragen. Wir hätten sie brauchen können, die Handschuhe.
Und genau DAS war toll: Dass Muscheln-Suchen. Das sich sonst fast keine Leute auf die Insel gewagt haben, konnten wir verstehen. (Es hat zwei Tage so stark geregnet, wir konnten nicht mal aus dem Haus gehen. Wer mich kennt weiss, dass ich bei jedem Wind und Wetter mit den Jungs rausgehe. Aber es regnete und stürmte so stark, dass es schon gefährlich war.) Den Rest der Woche haben wir Muscheln gesammelt. Am Morgen und am Nachmittag. Noch nie habe ich so riesige Muscheln gefunden, in rauher Menge. Ein windiges und unvergessliches Abenteuer für uns alle - aber auch ein anstrengendes.
Nach einer Woche haben wir dem Inselleben den Rücken gekehrt. Bye bye, vielleicht auf ein anderes Mal. Bei 35 Grad Celsius.
Für wärmeres Wetter sind wir wieder runter nach Cape Coral. Doch davon ein andermal mehr.
Michèle.
Und jetzt ein paar Bildli:

Wir und das Meer.


Sonnenschein, juhee...!


Abendprogramm auf der Insel: Föteli schauen - und Videos mit Lars drin. Immer wieder.

Vom Wetter verschaukelt.

Sightseeing mit Golfchäräli in BOCA GRANDE


Outdoor Salon Christina

... was man nicht alles macht, dass die Kleinen sitzenbleiben und stillhalten...
Hier sind wir wieder in CAPE CORAL:

Das Leben ist voller Risiken. Ich geh dann mal aufs Klo...






Ein Ausflug nach FORT MYERS BEACH

Dies sind nicht einfach unsere achtlos liegengelassenen Kleider am Strand...

... sondern windgeschütztmittagsschlafende Kids
[Philipp: In der Zeit hab ich mich vom Strand verabschiedet und bin in die von Quallenlampen nur spärlich erleuchteten Katakomben von Buchhaim verschwunden... Dank an Andi und Jürg für den Tipp.]


Und jetzt aber: Gute Nacht zusammen!
Posted by philipp.laemmlin at 00:47 | Comments (7)
07.02.10
Danke, Nachbar

Abgeschieden ist definitiv relativ. Es hat sogar noch ein zweites WLAN, das scheint aber weniger stabil. Und wir sind ja mit wenig Bandbreite zufrienden. Robinson hatte auch nicht mehr...

Captain Dick James (so heisst er wirklich...) fährt uns rüber nach Little Gasparilla Island.


Vom "Dock 41" müssen die Wasserkanister, Koffer, Taschen, Beutel und Säckli erstmal zun Haus geschleppt werden.

Uns das ist unsere Pfahlbauerhütte. Ganz nett, oder?

Ziemlich windig hier, und nicht grad Badewetter...

... doch wir lachen trotzdem...

... und so könnte es uns gefallen.
Posted by philipp.laemmlin at 18:16 | Comments (3)
06.02.10
Wir gehen auf die Insel...und haben kein WLAN...
Weil ich mich etwas schuldig fühle (nur ein ganz klein wenig), dass ihr sooo lange nichts von uns hören werdet. Natürlich auch, weil sich niemand zu Hause Sorgen machen soll, übernehme ich heute den Blogeintrag.
Nächtelang habe ich zwischen Umzugsschachteln gesurft, bis ich jeweils die für uns passende Unterkunft gefunden habe. Da meine Mami auch für die ersten vier Wochen bei uns ist, lag es mir am Herzen, nach zwei Wochen ein anderes Haus zu beziehen. Es sollte anders sein als das Erste hier in Cape-Coral. Hier fehlt es uns an nichts. Kurz und gut, das Haus ist ein Traum. Mit einer wunderschönen Poollandschaft (übrigens Nils und Ben schwimmen mit den Flügeli durch den Pool und zurück) . Und jetzt geht es weiter, weiter auf "unsere" Insel.
Eigentlich wollte ich ein schnuggeliges Beachcottage buchen, welches am Meer steht. Verträumt, romantisch - einfach einwenig anders. Vor fünf Tagen dann die Ernüchterung. Mami hat bereits die Karten für unseren "Tschau-Sepp" ausgegeben, Philipp las die Buchunsbestätigung... "Du hast ein Cottage gebucht auf einer Oeko-Insel für Ruhesuchende. Anreise nur per Schiff. Keine Strassenverbindung zur Insel." Dann sind Tränen geflossen - aber vor lauter Lachen.
"Unsere" Insel nennt sich Little Gasparillas Island. Kein Auto? Kein Problem, fanden wir. Die nächsten Zeilen liessen uns dann etwas aufhorchen...keine Restaurants und keine Shops, auch kein Food. Die Insel kann nur verlassen oder betreten werden in Absprache mit Kapitän Dick James. Die Hin-und Rückfahrt kostet jedes Mal 50 Dollar. Am Dock 41 steht dann ein Leiterwägeli, welches wir kurz mit zu unserem Cottage nehmen dürfen. Zum Ausladen.
Also sind wir jetzt am Einpacken von unseren Habseligkeiten, aber da haben wir ja Uebung. Die vierköpfige Lämmlin-Family reist mit EINEM KOFFER, Mami mit einem Plastiksack und wir alle mit Unmengen (so viel wie wir halt tragen können) an Essen. Die Devise lautet Food for Clothes.
ICH freue mich auf unsere Robinson-Zeit und möchte meinen Mitreisenden in aller Öffentlichkeit für die Abenteuerlust und Begeisterung, natürlich aber auch für die vielen "lieben" Sprüche, die ich mir anhören muss, danken.
So, nun wisst ihr, wie wir in den nächsten zwei Wochen hausen werden. Es wird uns bestimmt an nichts fehlen. Vermisst uns nicht, wir tauchen ab ca. 24.Februar wieder auf. Bis dann also, Eure Michèle



Posted by philipp.laemmlin at 03:09 | Comments (4)
30.01.10
Noch kein Krokodil
Mit Kindern hab ich eine schöne Legitimation, um mit der Kamera jedem Vögeli nachzustellen. Die freilebende andere Fauna einer Region ist für mich einfach faszinierend...
Aber eben, weder ein Krokodil noch ein Alligator noch eine Meerschildchröttli haben sich bis jetzt vor meine Linse verlaufen. Aber doch ein paar unschweizerische Tierli.

Ok, sooooo ungewohnt sind Möwen ja nicht, aber am Meer ist's einfach was anderes.

Ein Fischadler (Osprey) mit Beute - und Menschenkopie im Hintergrund

Braune Pelikane an Mittagsbuffet vor Sanibel Island

Der Strand von Sanibel Island (wie von allen "Barrier Islands" vor der nachgelagerten Küste) ist ein gigantischer Muschelfriedhof. Die Tiere werden jeden Tag zu Tausenden - oft noch lebend - von der Strömung an den Strand gespült. Die wartenden Möwen holen den Inhalt, die watenden Menschen die schönsten Schalen. Der Rest wird langsam zu Sand.
Und hier noch meine neuen Lieblinge: Die Manatees - Rundschwanzseekühe



Wenn die Wassertemperatur im Golf unter 20 Grad Celsius fällt, dann suchen die kälteempfindlichen Tiere warme Gewässer auf. Im Manatee Park bei Fort Myers kann man vor allem im Winter (also jetzt) Dutzende dieser so unförmigen wie friedlichen Tiere im Kühlwasserkanal eines Kraftwerks beobachten. Hier halten sie es einige Tage ohne Nahrung aus, bevor sie wieder 4 Stunden zum Golf schwimmen, um zu fressen.
Posted by philipp.laemmlin at 10:53 | Comments (3)
29.01.10
Ich brech mal eine Lanze für die Amerikaner
Es ist zu leicht, die Amerikaner als oberflächlich einzustufen. Hier passieren uns Dinge, die zuhause nie geschehen würden. Florida ist auch im Kopf ein "Sunshine State".
Oft hört man, dass "how are you today" sei ja nur uninteressierte Floskel. Doch durch was genau unterscheidet sich unser "wiä häsch äs"?
Auf jeden Fall werden wir hier, wo immer wir sind, angelacht wegen der Kids - ganz im Gegensatz zum Abflugvorabend in Kloten oder den eisigen Blicken im Flughafenumfeld... Die Kinderfreundlichkeit ist in Restaurants am Auffälligsten. Dort kommen die Kleinen immer zuerst, es gibt fast an jedem Ort was zum Ausmalen und die Bedienung hat ungespielte Freude an den jüngsten Gästen (und denkt nicht zuerst an die potentielle Unordung). In einer Einkaufstrasse lief Nils mal davon und um die Ecke, während ich Ben noch davon überzeugen musste, dass dies nicht der einzige Brunnnen der Welt ist... Mehrere Leute haben sofort geschaut, wo der Kleine hingehört - und mir ein Zeichen gegeben oder mir ein erleichtertes "oh good, he is yours" zugeraunt. Das ist weit weit weg von oberflächlich.
Aber ganz allgemein werden wir hier rasch in ein kurzes, freundliches Gespräch verwickelt. Natürlich hat das wenig Tiefgang. Es sind ja nur erste Minuten. Doch die Menschen hier sind wach und interessiert und aufgeschlossen. Einer sagte gestern zum Abschied im Manatee Park: "I hope, you experience the Americans as friendly". Und weil er in seiner Jugend Austauschstudent in Freiburg im Breisgau war, hätte er "ja, so erleben wir sie" verstanden - doch wir waren weniger aufmerksam und präzise wie er und sagten nur "thanks"...
So, und nun ein paar Eindrücke der Reisegruppe:






Und in den ersten vier Wochen mit Special Guest: s'Omi

Posted by philipp.laemmlin at 10:29 | Comments (5)
25.01.10
Sonnenaufgang zum Frühstück
Die Aussicht von unserer Terrasse in Cape Coral beim "etwas" zu frühen Stück...

Nur so, weil bei Euch ja noch Montag ist. Und kalt. Sorry.
Posted by philipp.laemmlin at 12:54 | Comments (7)
24.01.10
Gelandet - und bald werden wir auch ankommen
Unser erster Morgen hier in Cape Coral, und wir waren schon so richtig amerikanisch: Mit dem Auto zur "Bagel-Factory" fürs Frühstück, und mit dem Faserpelz ausgestattet in den überklimatisierten Walmart zum Grosseinkauf...

Nils und Ben nach 16 Stunden Reisezeit. Bei diesem Foto ist nach ihrer Uhr Mitternacht vorbei. Wir hatten zwei ausgesprochen ruhige Flüge (Zürich > Düsseldorf und Düsseldorf > Fort Myers), und die beiden haben es toll gemacht.
Posted by philipp.laemmlin at 19:13 | Comments (7)
22.01.10
Tschüss – und bis im Herbst
Ja, so sagen wir also „CIAO“ und „bis gleich“. Vielleicht im September wieder. Oder früher. Oder später.

Familienauszeit heisst auch, dass nicht alles durchgeplant sein muss. Wir haben die ersten paar Wochen mal 3 Häuser in Florida gebucht. Danach kommt, was für uns passt. Und was das sein wird, wissen wir selbst noch nicht so genau. Auf jeden Fall wollen wir ab und zu an dieser Stelle berichten, wie es uns so ergeht. Denn es ist ja nicht so, dass wir Dich oder Dich oder eben auch Dich nicht auch etwas vermissen würden. Aber keine Angst: Wir halten es aus ;-)
Und so sitzen wir beim Licht des Badezimmers auf dem Boden unseres Hotelzimmers, damit die beiden Kleinen schön schlafen können, und erledigen die letzten Dinge vor dem Abflug. Zum Beispiel schauen, ob der etwas verstaubte Blog hier noch Einträge akzeptiert. Heute haben wir es schon mal bis Kloten geschafft. Nicht schlecht, oder? Mit den Kids von Appenzell aus rechtzeitig den 11:00 Flug zu erreichen, vorher noch die Ferienwohnung abzugeben, und auch noch die Amerikaflugparanoiachecks zu durchlaufen, dass schien uns mehr Stress, als locker am Vorabend einchecken und dann gemütlich am nächsten Morgen zum Flugplatz schlendern… Doch wir haben nicht mit der Inkompetenz der Dame am Check-In Schalter gerechnet.
Da Ben jünger als 2 Jahre ist, wurde er bei der Reservation als Baby gebucht – und hätte als solches kein Anrecht auf einen Sitzplatz gehabt (auch wenn mir die unwissende Dame an der Air Berlin Hotline auf meine Rückfrage das Gegenteil versichert hat). Beim viel späteren Reservieren der Sitzreihe haben wir das noch gemerkt, und mussten einen zusätzlichen Platz nachbuchen - was übrigens das teuerste Ticket von uns allen wurde… Dieser Sitz ist als Zusatzposition aufgeführt, so als eine Art Schattenperson. Die so unfreundliche wie unmotivierte Lady begriff erst nach langem Nasenrümpfen, dass da nicht noch wer mitkommen will. Danach folgten viele viele Minuten des Blätterns im Handbuch, des energischen Tastenanschlagens, des entnervten Schnaubens. Als sie nach gut 45 Minuten dann irgendwie die richtige Tastenkombination getroffen hat, so dass uns erlaubt wurde, das Gepäck aufs Laufband zu stellen, da wurde es richtig hektisch. Zwei unserer 3 (!) Gepäckstücke hatten etwas über der 32kg Marke (wer wiegt schon auf der Küchenwaage seine Reisekoffer), was aus der milden 40 CHF Straffe für "über 23kg" eine 700 CHF Busse pro Koffer ergeben hätte – und wir hatten noch 8 Minuten, um einen Koffer zu kaufen und aus drei mal schnell vier Gepäckstücke zu machen, bevor der Schalter schliessen würde. Nun ja, der wirklich nette Supervisor, der wegen dem „so genau weiss ich das auch nicht – und das ändert auch immer wieder“ gerufen wurde, half mit, dass wir die doch noch 3x40 CHF auch nach 21:00 noch zahlen konnten und unser Kindersitz noch den Weg zum Sperrgutschalter fand. Darum wurde alles etwas später. Und wir müssen jetzt schlafen.
Posted by philipp.laemmlin at 23:18 | Comments (2)