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22.02.10

Festland, du hast uns wieder

Also das mit der Robinson-Insel wäre eine super Idee gewesen - bei WARMEM WETTER...

Aber es war kalt. Sehr kalt. Zu kalt. Manchmal keine 10 Grad (sorry an die Mitteleuropäer im Schneesturm, aber alles ist relativ).

Doch ganz von Anfang. Kapitän Dick James fuhr uns also nach telefonischer Vereinbarung rüber nach Little Gasparilla Island. Wir waren sehr gespannt, was uns da erwartet. Unser Stelzenhaus erschien von aussen so nett, doch beim Bezug erstmal der Schock: Da bekam eine Reinigungskraft wohl zu unrecht ihr Geld. Nichts war wirklich sauber, und der Duft der Bettwäsche erinnerte an alles andere als an Waschmittel. Ich habe zuerst alle Leintücher und Bettüberwürfe gewaschen, Mami hat die Küche herausgeputzt (der Kühlschrank stand noch voller Lebensmittel). Doch bald war Schluss mit Putzen. Die freundlichen aber einzigen Nachbarn in der Nähe kamen rüber und meldeten einen Wasserrohbruch im System. Jemand kümmere sich darum. Vielleicht gehe das Wasser erst Morgen wieder... Später dann zweimal totaler Stromausfall im Haus. Bei Tag ist das noch ok, aber am späteren Abend gab's sogar Tränen bei den Kleinen. Uns wurde klar: Duschen, Kochen, Heizen und Waschen war zuviel für die Hauptsicherung. Also Stromsparen, um Nerven zu sparen. Ja, der Anfang war schrecklich, und der Schluss auch.

Doch am Abend, wenn unsere Bengelchen im Bett waren, haben wir Wein getrunken und Tschau-Sepplät. Der Humor ist uns nicht vergangen.Wir waren eine eingespielte Truppe und haben uns jeweils aufgeteilt. Am Morgen hatte einer Haus-und Kochdienst, und die anderen zwei sind mit Nils und Ben an die Beach zum Muscheln suchen, Meer anschleichen und Sändälä gegangen. Es war bitterkalt. Ohne Windjacke und Faserpelz wagte sich niemand raus. Die Einheimischen (halbe Einsiedler...) haben sogar Winterjacken und Handschuhe getragen. Wir hätten sie brauchen können, die Handschuhe.

Und genau DAS war toll: Dass Muscheln-Suchen. Das sich sonst fast keine Leute auf die Insel gewagt haben, konnten wir verstehen. (Es hat zwei Tage so stark geregnet, wir konnten nicht mal aus dem Haus gehen. Wer mich kennt weiss, dass ich bei jedem Wind und Wetter mit den Jungs rausgehe. Aber es regnete und stürmte so stark, dass es schon gefährlich war.) Den Rest der Woche haben wir Muscheln gesammelt. Am Morgen und am Nachmittag. Noch nie habe ich so riesige Muscheln gefunden, in rauher Menge. Ein windiges und unvergessliches Abenteuer für uns alle - aber auch ein anstrengendes.

Nach einer Woche haben wir dem Inselleben den Rücken gekehrt. Bye bye, vielleicht auf ein anderes Mal. Bei 35 Grad Celsius.

Für wärmeres Wetter sind wir wieder runter nach Cape Coral. Doch davon ein andermal mehr.
Michèle.

Und jetzt ein paar Bildli:

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Wir und das Meer.

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Sonnenschein, juhee...!

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Abendprogramm auf der Insel: Föteli schauen - und Videos mit Lars drin. Immer wieder.

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Vom Wetter verschaukelt.

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Sightseeing mit Golfchäräli in BOCA GRANDE

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Outdoor Salon Christina

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... was man nicht alles macht, dass die Kleinen sitzenbleiben und stillhalten...

Hier sind wir wieder in CAPE CORAL:
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Das Leben ist voller Risiken. Ich geh dann mal aufs Klo...

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Ein Ausflug nach FORT MYERS BEACH

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Dies sind nicht einfach unsere achtlos liegengelassenen Kleider am Strand...

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... sondern windgeschütztmittagsschlafende Kids

[Philipp: In der Zeit hab ich mich vom Strand verabschiedet und bin in die von Quallenlampen nur spärlich erleuchteten Katakomben von Buchhaim verschwunden... Dank an Andi und Jürg für den Tipp.]

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Und jetzt aber: Gute Nacht zusammen!

Posted by philipp.laemmlin at 00:47 | Comments (7)

07.02.10

Danke, Nachbar

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Abgeschieden ist definitiv relativ. Es hat sogar noch ein zweites WLAN, das scheint aber weniger stabil. Und wir sind ja mit wenig Bandbreite zufrienden. Robinson hatte auch nicht mehr...

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Captain Dick James (so heisst er wirklich...) fährt uns rüber nach Little Gasparilla Island.

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Vom "Dock 41" müssen die Wasserkanister, Koffer, Taschen, Beutel und Säckli erstmal zun Haus geschleppt werden.

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Uns das ist unsere Pfahlbauerhütte. Ganz nett, oder?

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Ziemlich windig hier, und nicht grad Badewetter...

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... doch wir lachen trotzdem...

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... und so könnte es uns gefallen.

Posted by philipp.laemmlin at 18:16 | Comments (3)

06.02.10

Wir gehen auf die Insel...und haben kein WLAN...

Weil ich mich etwas schuldig fühle (nur ein ganz klein wenig), dass ihr sooo lange nichts von uns hören werdet. Natürlich auch, weil sich niemand zu Hause Sorgen machen soll, übernehme ich heute den Blogeintrag.

Nächtelang habe ich zwischen Umzugsschachteln gesurft, bis ich jeweils die für uns passende Unterkunft gefunden habe. Da meine Mami auch für die ersten vier Wochen bei uns ist, lag es mir am Herzen, nach zwei Wochen ein anderes Haus zu beziehen. Es sollte anders sein als das Erste hier in Cape-Coral. Hier fehlt es uns an nichts. Kurz und gut, das Haus ist ein Traum. Mit einer wunderschönen Poollandschaft (übrigens Nils und Ben schwimmen mit den Flügeli durch den Pool und zurück) . Und jetzt geht es weiter, weiter auf "unsere" Insel.

Eigentlich wollte ich ein schnuggeliges Beachcottage buchen, welches am Meer steht. Verträumt, romantisch - einfach einwenig anders. Vor fünf Tagen dann die Ernüchterung. Mami hat bereits die Karten für unseren "Tschau-Sepp" ausgegeben, Philipp las die Buchunsbestätigung... "Du hast ein Cottage gebucht auf einer Oeko-Insel für Ruhesuchende. Anreise nur per Schiff. Keine Strassenverbindung zur Insel." Dann sind Tränen geflossen - aber vor lauter Lachen.

"Unsere" Insel nennt sich Little Gasparillas Island. Kein Auto? Kein Problem, fanden wir. Die nächsten Zeilen liessen uns dann etwas aufhorchen...keine Restaurants und keine Shops, auch kein Food. Die Insel kann nur verlassen oder betreten werden in Absprache mit Kapitän Dick James. Die Hin-und Rückfahrt kostet jedes Mal 50 Dollar. Am Dock 41 steht dann ein Leiterwägeli, welches wir kurz mit zu unserem Cottage nehmen dürfen. Zum Ausladen.
Also sind wir jetzt am Einpacken von unseren Habseligkeiten, aber da haben wir ja Uebung. Die vierköpfige Lämmlin-Family reist mit EINEM KOFFER, Mami mit einem Plastiksack und wir alle mit Unmengen (so viel wie wir halt tragen können) an Essen. Die Devise lautet Food for Clothes.

ICH freue mich auf unsere Robinson-Zeit und möchte meinen Mitreisenden in aller Öffentlichkeit für die Abenteuerlust und Begeisterung, natürlich aber auch für die vielen "lieben" Sprüche, die ich mir anhören muss, danken.

So, nun wisst ihr, wie wir in den nächsten zwei Wochen hausen werden. Es wird uns bestimmt an nichts fehlen. Vermisst uns nicht, wir tauchen ab ca. 24.Februar wieder auf. Bis dann also, Eure Michèle

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Posted by philipp.laemmlin at 03:09 | Comments (4)