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30.01.10

Noch kein Krokodil

Mit Kindern hab ich eine schöne Legitimation, um mit der Kamera jedem Vögeli nachzustellen. Die freilebende andere Fauna einer Region ist für mich einfach faszinierend...

Aber eben, weder ein Krokodil noch ein Alligator noch eine Meerschildchröttli haben sich bis jetzt vor meine Linse verlaufen. Aber doch ein paar unschweizerische Tierli.

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Ok, sooooo ungewohnt sind Möwen ja nicht, aber am Meer ist's einfach was anderes.

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Ein Fischadler (Osprey) mit Beute - und Menschenkopie im Hintergrund

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Braune Pelikane an Mittagsbuffet vor Sanibel Island

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Der Strand von Sanibel Island (wie von allen "Barrier Islands" vor der nachgelagerten Küste) ist ein gigantischer Muschelfriedhof. Die Tiere werden jeden Tag zu Tausenden - oft noch lebend - von der Strömung an den Strand gespült. Die wartenden Möwen holen den Inhalt, die watenden Menschen die schönsten Schalen. Der Rest wird langsam zu Sand.

Und hier noch meine neuen Lieblinge: Die Manatees - Rundschwanzseekühe
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Wenn die Wassertemperatur im Golf unter 20 Grad Celsius fällt, dann suchen die kälteempfindlichen Tiere warme Gewässer auf. Im Manatee Park bei Fort Myers kann man vor allem im Winter (also jetzt) Dutzende dieser so unförmigen wie friedlichen Tiere im Kühlwasserkanal eines Kraftwerks beobachten. Hier halten sie es einige Tage ohne Nahrung aus, bevor sie wieder 4 Stunden zum Golf schwimmen, um zu fressen.

Posted by philipp.laemmlin at 10:53 | Comments (3)

29.01.10

Ich brech mal eine Lanze für die Amerikaner

Es ist zu leicht, die Amerikaner als oberflächlich einzustufen. Hier passieren uns Dinge, die zuhause nie geschehen würden. Florida ist auch im Kopf ein "Sunshine State".

Oft hört man, dass "how are you today" sei ja nur uninteressierte Floskel. Doch durch was genau unterscheidet sich unser "wiä häsch äs"?

Auf jeden Fall werden wir hier, wo immer wir sind, angelacht wegen der Kids - ganz im Gegensatz zum Abflugvorabend in Kloten oder den eisigen Blicken im Flughafenumfeld... Die Kinderfreundlichkeit ist in Restaurants am Auffälligsten. Dort kommen die Kleinen immer zuerst, es gibt fast an jedem Ort was zum Ausmalen und die Bedienung hat ungespielte Freude an den jüngsten Gästen (und denkt nicht zuerst an die potentielle Unordung). In einer Einkaufstrasse lief Nils mal davon und um die Ecke, während ich Ben noch davon überzeugen musste, dass dies nicht der einzige Brunnnen der Welt ist... Mehrere Leute haben sofort geschaut, wo der Kleine hingehört - und mir ein Zeichen gegeben oder mir ein erleichtertes "oh good, he is yours" zugeraunt. Das ist weit weit weg von oberflächlich.

Aber ganz allgemein werden wir hier rasch in ein kurzes, freundliches Gespräch verwickelt. Natürlich hat das wenig Tiefgang. Es sind ja nur erste Minuten. Doch die Menschen hier sind wach und interessiert und aufgeschlossen. Einer sagte gestern zum Abschied im Manatee Park: "I hope, you experience the Americans as friendly". Und weil er in seiner Jugend Austauschstudent in Freiburg im Breisgau war, hätte er "ja, so erleben wir sie" verstanden - doch wir waren weniger aufmerksam und präzise wie er und sagten nur "thanks"...

So, und nun ein paar Eindrücke der Reisegruppe:

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Und in den ersten vier Wochen mit Special Guest: s'Omi
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Posted by philipp.laemmlin at 10:29 | Comments (5)

25.01.10

Sonnenaufgang zum Frühstück

Die Aussicht von unserer Terrasse in Cape Coral beim "etwas" zu frühen Stück...

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Nur so, weil bei Euch ja noch Montag ist. Und kalt. Sorry.

Posted by philipp.laemmlin at 12:54 | Comments (7)

24.01.10

Gelandet - und bald werden wir auch ankommen

Unser erster Morgen hier in Cape Coral, und wir waren schon so richtig amerikanisch: Mit dem Auto zur "Bagel-Factory" fürs Frühstück, und mit dem Faserpelz ausgestattet in den überklimatisierten Walmart zum Grosseinkauf...

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Nils und Ben nach 16 Stunden Reisezeit. Bei diesem Foto ist nach ihrer Uhr Mitternacht vorbei. Wir hatten zwei ausgesprochen ruhige Flüge (Zürich > Düsseldorf und Düsseldorf > Fort Myers), und die beiden haben es toll gemacht.

Posted by philipp.laemmlin at 19:13 | Comments (7)

22.01.10

Tschüss – und bis im Herbst

Ja, so sagen wir also „CIAO“ und „bis gleich“. Vielleicht im September wieder. Oder früher. Oder später.

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Familienauszeit heisst auch, dass nicht alles durchgeplant sein muss. Wir haben die ersten paar Wochen mal 3 Häuser in Florida gebucht. Danach kommt, was für uns passt. Und was das sein wird, wissen wir selbst noch nicht so genau. Auf jeden Fall wollen wir ab und zu an dieser Stelle berichten, wie es uns so ergeht. Denn es ist ja nicht so, dass wir Dich oder Dich oder eben auch Dich nicht auch etwas vermissen würden. Aber keine Angst: Wir halten es aus ;-)

Und so sitzen wir beim Licht des Badezimmers auf dem Boden unseres Hotelzimmers, damit die beiden Kleinen schön schlafen können, und erledigen die letzten Dinge vor dem Abflug. Zum Beispiel schauen, ob der etwas verstaubte Blog hier noch Einträge akzeptiert. Heute haben wir es schon mal bis Kloten geschafft. Nicht schlecht, oder? Mit den Kids von Appenzell aus rechtzeitig den 11:00 Flug zu erreichen, vorher noch die Ferienwohnung abzugeben, und auch noch die Amerikaflugparanoiachecks zu durchlaufen, dass schien uns mehr Stress, als locker am Vorabend einchecken und dann gemütlich am nächsten Morgen zum Flugplatz schlendern… Doch wir haben nicht mit der Inkompetenz der Dame am Check-In Schalter gerechnet.

Da Ben jünger als 2 Jahre ist, wurde er bei der Reservation als Baby gebucht – und hätte als solches kein Anrecht auf einen Sitzplatz gehabt (auch wenn mir die unwissende Dame an der Air Berlin Hotline auf meine Rückfrage das Gegenteil versichert hat). Beim viel späteren Reservieren der Sitzreihe haben wir das noch gemerkt, und mussten einen zusätzlichen Platz nachbuchen - was übrigens das teuerste Ticket von uns allen wurde… Dieser Sitz ist als Zusatzposition aufgeführt, so als eine Art Schattenperson. Die so unfreundliche wie unmotivierte Lady begriff erst nach langem Nasenrümpfen, dass da nicht noch wer mitkommen will. Danach folgten viele viele Minuten des Blätterns im Handbuch, des energischen Tastenanschlagens, des entnervten Schnaubens. Als sie nach gut 45 Minuten dann irgendwie die richtige Tastenkombination getroffen hat, so dass uns erlaubt wurde, das Gepäck aufs Laufband zu stellen, da wurde es richtig hektisch. Zwei unserer 3 (!) Gepäckstücke hatten etwas über der 32kg Marke (wer wiegt schon auf der Küchenwaage seine Reisekoffer), was aus der milden 40 CHF Straffe für "über 23kg" eine 700 CHF Busse pro Koffer ergeben hätte – und wir hatten noch 8 Minuten, um einen Koffer zu kaufen und aus drei mal schnell vier Gepäckstücke zu machen, bevor der Schalter schliessen würde. Nun ja, der wirklich nette Supervisor, der wegen dem „so genau weiss ich das auch nicht – und das ändert auch immer wieder“ gerufen wurde, half mit, dass wir die doch noch 3x40 CHF auch nach 21:00 noch zahlen konnten und unser Kindersitz noch den Weg zum Sperrgutschalter fand. Darum wurde alles etwas später. Und wir müssen jetzt schlafen.

Posted by philipp.laemmlin at 23:18 | Comments (2)