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31.10.06

Weil ich grad krank bin...

... kann ich mal wieder ein paar Bildli vom Kleinen reinstellen.

Vier Wochen alt ist Nils nun schon. Schnell geht's. Ein Kilo hat er zugenommen. Und zwei Kleidergrössen sind bereits aussortiert. Man muss achtgeben, dass man alles mitkriegt.

Mehr gibt's heut nicht. Wende mich wieder meinen bakteriellen Untermietern zu. Auf dass sie sich nicht zu wohl fühlen.

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Schlafen muss man, wenn man schlafen darf...

Posted by philipp.laemmlin at 12:59 | Comments (1)

08.10.06

Schreien ist angeboren, Lachen müssen wir lernen

Vielleicht ist das ja ein Grundproblem der Menschheit.

Kaum erblicken wir das viel zu grelle Licht der Welt, schon schreien wir. Das geht von alleine. Kein Problem. Hallo Welt, hier bin ich. Und Babyschreien kann so vieles heissen: Ich hab...
a) Hunger
b) Bauch- oder sonstiges Weh
c) Langeweile
d) zu kalt oder zu heiss
e) nasse Windeln
Diese Komplexität verschiedener Bedeutungen hinter einer Äusserungsform findet sich später nur noch beim weiblichen "Ja/Nein" wieder.

Ganz anders beim Lächeln. Das ist uns nicht angeboren. In der ersten Phase tritt es nur im Schlaf als sogenanntes "Engelslächeln" auf - muskuläre Übungen. In der zweiten bis vierten Woche kann man's schon beim wachen Baby sehen - allerdings ist es eher ein "Nachahmen" und "Ausprobieren", meist ohne konkreten Grund. Erst in der sechsten bis achten Woche tritt die erste Form des sozialen Lächelns auf: Das zufriedene Baby lächelt ein Gesicht an - allerdings auch mal einen Luftballon... Hautsache rund. Klingt's oder richt's nach Mutter oder Vater, ist das natürlich noch besser. Diese Verhaltensweise differenziert sich nun immer weiter, bis so etwa im 5. Lebensmonat nur noch freundliche Gesichter angelächelt werden. Ein komplexer Prozess, dieses Lächeln - ganz im Gegenteil zum Schreien.

Ja ja, ich weiss schon... So was kann auch nur einen frischen Papi interessieren :-)

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Posted by philipp.laemmlin at 10:50 | Comments (5)

04.10.06

"Kindspech" und Vaterglück

Kaum ist die Geburt verdaut, verdaut's.

Am zweiten Tag konnte Michèle ja noch nicht aufstehen, und als die Schwester Klein-Nils zum Wickeln abholen will, da meldet der pflichtbewusste Vater sich und sagt mit noch ruhiger Stimme: "Da komm ich mit" - und er trägt das kleine Bündel zum Wickelraum. Das ist doch spannend, vor dem Selbstversuch mal zuzusehen...

"Legen sie den Kleinen hier hin, dort Hände desinfizieren, oben hat's Schalen und Tücher zum Waschen, die Windeln sind in der dritten Schublade unten..." - und jetzt hatte nicht nur Nils die Hosen voll. Na ja, mitgegangen, mitgehangen. Also los - und ich machte mich daran, mit den Holzklötzen an meinen Unterarmen die feingliedrigen Händchen, Ärmchen und Beinchen aus den Textilien zu schälen. Das freigelegte Körperchen fror leicht unter der Wärmelampe, ich schwitzte auch ohne. Nils hatte seinen ersten Stuhl, und kann doch noch nicht mal sitzen.

Die Eltern unter den Lesern kennen die Farbe und Konsistenz des aus Haaren, Fruchtwasser und Käseschmiere erzeugten "Kindspechs" - beim ersten Mal ist man doch überrascht und sucht nach dem Spezialwerkzeug zur Entfernung... DAS war in meinem Kind? Der arme Kleine. Also sofort sauber gemacht, Nabel desiniziert und gepudert, Fudi neu bewindelt und rein in frische Kleidchen. Vor allem Letzteres gleicht einem dieser verflixten Knobbelspiele. "Haben Sie denn schon ein Kind? Das machen sie doch nicht zum ersten Mal? Super. Wie ein Profi..." - ja, aufmunternde Motivationsbotschaften sind pädagogisch hoch wirksam, ich ziehe meinen Hut vor der Krankenschwesternausbildung und merke mir das für meinen Weg mit Nils :-)

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DER DENKER - so klein noch und so schwer der Kopf
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Posted by philipp.laemmlin at 23:03 | Comments (4)

01.10.06

Viel Besuch und böse Träume

Bei diesem Eintrag ist Nils grad mal 32 Stunden alt.

Wenn Klein-Nils schläft, dann erahnt man Träume auf seinem Gesicht. Er runzelt die Stirn, verzieht den Mund, atmet heftig oder zuckt zusammen... Und ich frage mich: Was für Bilder haben Babyträume? Was für Erfahungen werden wiederholt? Entsteht - wie auch bei uns - schon Neues aus Erlebtem?

Einige der Traumbilder plagen ihn. Er schreckt auf und weint, bis die Hand der Mutter ihn zurück ins Vertrauen streichelt. Was mag ihn bedrücken? Was kann ich tun? Babytränen sind Lösungsmittel für jeglichen Egoismus.

Und hier noch ein Bild von Nils nach seinem ersten Tag in dieser neuen Welt:
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Als Auschnitt aus den zahlreichen Besuchen gilt der heutige Fokus den Grosseltern:
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Posted by philipp.laemmlin at 18:41 | Comments (8)

52 Zentimeter und 3940 Gramm

Nils ist da!

Woher soll ich Worte nehmen? Alles hat sich neu geordnet. Prioritätenhirarchien purzeln. Liebe wurde frisch definiert.

Seit dem 30. September 2006 um 11.37 Uhr scheint eine neue Sonne in unserer Gefühlswelt. Alles wirkt wärmer, heller, duftender. Der Intensitätslevel des Lebens ist hochgeschraubt.

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Auch meine Augen öffneten sich gestern neu. Danke, Nils.

Posted by philipp.laemmlin at 05:29 | Comments (17)