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03.01.06

Die Beschaulichkeit des Zugfahrens

Und was man dabei lesen kann: Zugfahren gibt's in St.Gallen grad mal 150 Jahre.

Ich liebe es ja: Müde im Zug sitzen, sich sanft schauckeln lassen und in die vorbeiziehende Landschaft schauen. Der Blick und damit die eigene Wahrnehmung fliegt da draussen mit, bleibt hier und dort hängen, reisst sich wieder los, holt auf, beisst sich erneut an etwas fest, muss beim Rand des Fensters wieder loslassen, verliert sich auch mal ganz und man döst ein...

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Ich hatte das Tagblatt dabei, und Thema darin waren die 2006 in St.Gallen anstehende Jübiläumsdaten. Unter anderem jährt sich am 24. März die Einfahrt des ersten Eisenbahnzugs in den Hauptbahnhof zum 150-igsten Mal. Weitere leise Jubel-Daten für die Stadt St.Gallen:

1406 Waffenstillstand mit Herzog Friedrich von Österreich (ohne ihn je zu halten. Gleich nach der Unterzeichnung wurde das Schloss Oberberg bei Gossau eingenommen)
1756 Grundsteinlegung für die Kathedrale (durch Abt Cölestin Gugger)
1856 Errichtung der Kantonsschule, Entscheid zur Beleuchtung der Strassen mit moderner Gasbeleuchtung
1906 Fertigstellung des Volksbades, Einrichtung einer Italienerschule, Einweihung der reformierten Kirche Bruggen, Gründung der Kirchgemeinde Tablat, Wilpark mit erstem Steinwild

Woran wird man sich in 100, 150, 250 oder 400 Jahren erinnern, wenn man in St.Gallen ans Jahr 2006 zurückdenkt?

Posted by philipp.laemmlin at 03.01.06 20:17

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