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27.11.04

Whangapipiro - "fürchterlich stinkender Platz"

So nannten die Maori den Stadtkern von Rotorua, der Stadt, welche der Hölle sehr nahe liegen muss...

Der Schwefelgeruch ist allgegenwärtig und lässt einen nie vergessen, dass man sich in einem der aktivsten geothermalen Gebiete der Erde befindet. Und man kann durchaus sagen: Die Neuseeländer haben die wohl schönsten aktiven Geysire. Die spritzen nicht nur einmal kurz, sondern während Minuten oder gar Stunden - was allen Japanern aus den Reisegruppen mehr als genuegend Zeit gibt, um in allen erdenklichen Kombinationen vor der Wasserfontäne zu posieren...

Eines der Geothermalgebiete liegt direkt vor der Stadt und trägt den unaussprechlichen Namen: "Te Whakarewarewatangaoteopetauaawhiao"* (übersetzt ist das "Der Sammelplatz der Kriegstruppen von Wahiao"). Die Reiseführer nennen es dann verkürzt "Whakarewarewa", und die Rotoruaner sagen einfach "Whaka" dazu. Passt auch. Und dort kann man den Doppelgeysir "Pohutu" (spritzt bis 30m hoch) und "Prince of Whales" (kleiner Pfüdi daneben) bestaunen, die mehrfach täglich mehrminütig ihre Wassersäulen in den Himmel schleudern. Doch für Fotografen noch besser: Der "Lady Knox Geysir" in Wai-o-tapu, der pünktlich um 10:15 ausbricht - natürlich nur, weil vorher ein Parkranger 300g Seife reinschüttet (Lonely Planet schreibt entrüstungshemmend "organic soaplike powder", der Ranger meint kurz "Soap!"...)

Auch wenn's nach faulen Einern riecht, macht Spass hier :-)

rotorua1.jpg

rotorua2.jpg
George Bernard Shaw schrieb 1934 nach der Besichtigung von Hell's Gate:
"I wish I had never seen the place, it reminds me too vividly of the fate theologians have promised me..."


* PS: Doch das ist noch gar nichts zu einem Ort in der Hawke Bay an der Ostküste. "Taumatawhakatatangihangakoauaotamateapokaiwhenuakitanatahu" - offiziell gibt's noch einen 35 buchstabigen Zusatz, was (angeblich) den längsten Ortsnamen der Welt ergibt. Die Polynesier - und zu denen gehören die Maori - hatten keine geschriebene Sprache, und darum wurden den Orten aussagekräftige, erzählende Namen gegeben. Obiger Ort heisst übersetzt in etwa: " Die Hügelkuppe, auf der Tamatea, der Mann mit den grossen Knien, der Berge hinunterrutschte, hochstieg und sie verschluckte, der durch alle Lande reiste, für seine Geliebte die Flöte spielte".


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Posted by philipp.laemmlin at 27.11.04 20:45

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