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31.10.04

SPAM-Comments auf meiner Page... :-(

Ich musste ca. 300 eindeutig "eindeutige" Spam-Comments aus meiner Page löschen - und zum Schutz eine Freigabestufe einschalten.

Doch bitte, ihr lieben Commenters und Commenterinnen, unbedingt nicht davon abhalten lassen, trotzdem fleissig euren geschätzten Senf dazuzugeben. Die Kommentare werden einfach erst erscheinen, wenn ich sie freigeschaltet habe. Ich will nicht Anzeigeplatz kranker Websites sein. Und da ich eh sehr oft online bin, wird es nicht lange dauern, bis euer Beitrag online ist.

Wenn diese Attacke einmalig bleibt, dann öffne ich diesen Schutz wieder. Mal kucken...

Schade, dass das Web von Pop-Ups, Trojanern, Spammails - und bescheuerterweise auch Spam-Comments so verschmutz wird.
:-(

Sorry.

THANKS an Isa, die mich per SMS darauf aufmerksam gemacht hat! Du bist und bleibst die Beste ;-)

Posted by philipp.laemmlin at 02:08 | Comments (1)

27.10.04

Die Vulkangöttin Pele sprühte nicht vor Freude

Aber wenigstens ergoss sie ein wenig frische Lava in den Hang, als wir sie u.a. mittels gleichgewichtsgefühlsverwirrendem Helikopterflug besuchten.

Nun ja, die arme Göttin war ja auch von ihrer Schwester Namakaokaha'i - der Göttin des Meeres - während Jahrhunderten immer wieder bekämpft und vertrieben worden. Von einer Insel zu nächsten musste sie flüchten - und heute wohnt sie eben auf "Big Island", wie man die Insel Hawai'i wegen Verwechslungen mit dem Bundesstaat auch nennt. Eine typische Soap-Opera der Mythologie von Eifersucht, Hass und Intrigen. Heute haben wir dafür "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"...

Da macht sie eben nicht wegen jedem Touristengrüppchen eine grosse Show, aber sie giesst seit mehreren Jahren recht zuverlässig und ziemlich friedlich Lavaströme den Hang hinunter zur verschütteten Strasse. "Drive-In Vulkan" nennt man den Kilauea hier auch. Irgendwie vermute ich da ja ein lukratives Abkommen zwischen dem Tourismusverband und der Göttin Pele. Man muss ja auch als Gottheit mit der Zeit gehen.

Unser Touristengrüppchen bestand übrigens aus Andreas und Karen Ravn, welche hier auf den Inseln ihre Flitterwochen verbrachten - und mich für ein paar Tage auf der Rückbank des Cabrios mitnahmen :-) Andreas ist einigen Lesern wohl als Ober-Techie aus Hamburg bekannt. Und wer ihn nicht kennt, der hat was verpasst. Selber schuld.

cabrio.jpg
Das flitternde Paar im Cabrio

karenandreas.jpg
Helliflug zum Krater - und noch hocherfreut

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Abends sah man deutlich mehr: frischer Lavastrom in 3 Meilen Entfernung

meerraunen.jpg
Kreativer Beitrag zur Landschaft am Strand: "Meerraunen"

Marcel Marchon hat übrigens auch ein paar Bilder von meinem Besuch in San Francisco online gestellt.

Posted by philipp.laemmlin at 02:41 | Comments (4)

18.10.04

Thomas leuchtet im Dunkeln

Das heisst, natürlich nur, wenn man das lumineszente Puzzle mit Alexandra ("The Marchon Family") auch richtig zusammengesetzt hat...

Kennt ihr "Thomas, the Tank Engine"? Nicht? Aber "Herold the Helicopter"? "Cranky the Crane"? Auch nicht? Habt ihr den keine Kinder oder was??? Ich bin nun absolut up-to-date ;-)
(Nachhilfe für das nächste Treffen mit den Neffen schafft http://www.thomasthetankengine.com/)

Besuche grad Marcel und Annemarie - und speziell natürlich Alexandra und Michelle - in San Francisco. Über diese alten gemeinsamen Pfade liesse sich hier ausgiebig plaudern ("damals bei delta..."), aber das machen wir hier im stillen und auch nicht-immer-so-stillen Kämmerlein schon mit Genuss...

Nachdem ich pflichtgemäss Regen mitgebracht habe, was wohl nur die Hobbygärtner freut, konnten wir nur kurz mit der Gartenbahn spielen.

marcelundalexandra.jpg

annemarieundalexandra.jpg

Doch lange Worte brauch ich gar nicht zu machen, denn auch meine Gastfamilie hat eine reichhaltige Website unter http://www.marchon.org. Und Marcel - mir computertechnisch schon immer mit Warp 9 vorauseilend - hatte natürlich auch als erster ein Foto von meinem Besuch online.

Posted by philipp.laemmlin at 07:51 | Comments (6)

14.10.04

Tierischer Stau im Yellowstone Park

Oder: Auch für Büffelherden scheinen die Strassen angenehme Wanderwege zu sein

Nun ja, es gibt auch den „gemeinen Nationalparkstau“, wenn Dutzende Autos mitten auf der Strasse anhalten, weil im Wald ein friedliches Grüppchen Elks grast – aber gestern stand ich zweimal in einen "Buffalo-Jam". Ist ja bereits spannend, in Irland in einer Schafherde zu stecken… Aber mit Büffeln ist das doch noch mal was anderes. Und man denkt: Zum Glück ist das ein Mietwagen…

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Posted by philipp.laemmlin at 18:50 | Comments (2)

12.10.04

"Brain overload"

Das visuelle Spektakel der Natur in den aufgereihten Nationalparks hier im Westen ist fast zuviel für meine Wahrnehmung.

In wenigen Tagen fuhr ich durch so viele aussergewöhnliche Landschaften, dass ich es teils kaum glauben konnte, dass nun noch was Neues, noch was Verrückteres aus dem anscheinend unerschöpflichen Kreativitätspotential der Natur folgen soll: Kings Canyon, Sequoia Nationalpark, Mono Lake, Yosemite, Death Valley, Valley of Fire, Zion, Grand Canyon, Red Canyon, Bryce Canyon, Kodachrome Basin ... Und damit wäre es ja noch lange nicht fertig. Damit war ich ja nicht mal im Arches Nationalpark, Monument Valley, Natural Bridges, Canyonlands, ...

Natürlich wäre "mehr" möglich. Mir nicht. Ich muss wohl wiederkehren. Nun hab ich mich nach Norden gewandt und will noch den Yellowstone-Park geniessen. Brain Overload continues...

Posted by philipp.laemmlin at 16:39 | Comments (1)

09.10.04

Las Vegas – ein ernst gemeintes Disneyland für Erwachsene

Ich glaubte, der Stadt mehr mit spock-scher Distanz und einem „Faszinierend!“ begegnen zu können. Doch Vegas zog mich rein - und liess mich ein paar Tage nicht mehr los...

Diese verrückte Stadt zu beschreiben ist schwierig. Alles ist unsinnig gross, bunt und verlockend. Ein Wettkampf um Aufmerksamkeit, Geld spielt dabei keine Rolle – und ist doch der einzige Kern. Allein mein Hotel ein Irrsinn: Luxor, eine gigantische schwarze Glas-Pyramide mit Sphinx und Obelisk (beide grösser als die „Originale“) davor. Ein paar Eindrücke werde ich in den nächsten Tagen als Fotos raufstellen.

Was mich besonders begeisterte, das waren die Shows: „Blue Man Group“ (ein Konzert fürs Auge, Rhythmus pur, 1A-Pantomime, Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung), „Mystère“ (mein neuer Referenzpunkt für den „Cirque du Soleil“, spektakulär, poetisch, sinnlich), „O“ (Cirque du Soleil im gigantischen Pool, technisch überragend, inhaltlich 80% “Mystère“ + Wasser), „Zumanity“ (Cirque du Soleil für Volljährige, 60% “Mystère“ – Kleider). Gespielt hab ich natürlich auch ein wenig, kleines Budget gesetzt, nicht ausgenutzt und mit 150$ plus wieder abgefahren.

Wirklich spannend waren die Taxifahrten. Man braucht oft ein Taxi in dieser Stadt des Gigantismus – falls man den bewusst verschlungenen und immer nach innen gerichteten Pfaden der miteinander verbundenen Casinos entkommen will. Ja, und da erfährt man einige spannende Geschichten: Vom Iraker zum Beispiel, der im zweiten Golfkrieg (die Amis sprechen oft vom 1.Golfkrieg, doch der erste war nicht der durch den Einmarsch in Kuwait ausgelöste, sondern der Grenzkrieg zwischen Iran und Irak 1980-88) in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet und nachher nicht mehr heim konnte, weil er sonst von Saddam Husseins Regime umgebracht worden wäre. Hier wie dort verhasst fährt er seit 9 Jahren Taxi, publiziert seine Ansichten zur Stabilisierung des Landes im Internet oder diskutiert sie mit Fahrgästen, die nachfragen. Seine beiden damals mitgefangenen Brüder leben in Schweden, was sie als „Kühlschrank“ bezeichnen (sorry, Lisa…). In 6 Monaten kehrt er zurück in sein Land, auf das er mächtig stolz ist (Wiege der Kultur), aber für deren Politik und religiösen Fanatismus er sich schämt. Der Grossteil der Bevölkerung sei nicht so, wolle einfach nur gut leben und geniessen. Irak sei ein fantastisches Land – und in ein paar Jahren soll ich mal auf Besuch kommen. Ich drücke ihm die Daumen.

Oder der Chinese, mit dem ich über die Sinnsuche in „Sin City“ und der offenkundigen Substitution des Glücks durch Glücksspiel philosophierte - und der mir dann seine eigene antwortsuchende Reise durch alle Weltreligionen skizzierte und mit mehreren Dutzend auswendig rezitierter Bibelstellen aufzeigen wollte, dass die einzige Antwort im Christentum liege. Oder der ehemalige Heizungsinstallateur aus San Diego, der seinen Sohn auf die Uni in Vegas brachte, und dort seit 8 Jahren hängen blieb. Für ihn sei alle paar Jahre Zeit für einen radikalen Wechsel, und der nächste kündige sich durch steigender innere Unruhe an. Das Leben dränge danach, die eingefahrenen Bahnen zu verlassen, man müsse nur lernen, auf sich zu hören. Und dann ein kleiner Gedankengang über den äusseren „Lärm“, der die inneren Stimmen so leicht übertönt… :-) Witzig. Ich geniesse das, diese kurzen flüchtigen Berührungen zweier absolut fremder Lebenswege, kurzer Austausch und zurück bleiben im Idealfall ein Gedankenanstoss und eine Erinnerung.

Posted by philipp.laemmlin at 18:39 | Comments (3)

02.10.04

WETTBEWERB - Was ist das?

Bilderrätsel um ein zufälliges Fundstücks auf einem geknipsten Foto

Zu gewinnen gibt es - für die richtige und auch für die originellste Antwort - eine der immer seltener werdenden r-Cards (Real-Card, also echte und haptisch erlebbare Postkarte) von wo ich grad bin. Toll, nicht :-)

(Isa - du bist wegen Mitwisserschaft leider ausgeschlossen...)

wettbewerb.jpg

Posted by philipp.laemmlin at 03:54 | Comments (17)

01.10.04

Überschwemmung in der Wüste

Nach katastrophalen Überflutungen und Schlammlawinen im Death Valley Mitte August sind noch nicht wieder alle Strassen offen.

Vielleicht hat der eine oder andere das ja gelesen: Am 15. August führten ungewöhnlich heftige Regenfälle im Death Valley - einem der heissesten und trockensten Orte - zu Schlammlawinen und Überschwemmungen. Das klingt zwar lustig, war es aber ganz und gar nicht, denn zwei Menschen kamen dabei sogar ums Leben.
http://www.nps.gov/deva/Photos.htm
(Einen kurzen Überblick zum Thema "Death Valley" gibt wie so oft Wikipedia.)

Noch heute sind nicht alle Strassen wieder offen. So unter anderem der anscheinend wunderschöne "Artist Drive" und auch die direkte Verbindungsstrasse über "Badwater" nach Las Vegas. Vom Wasser selbst ist nicht mehr viel übrig - nur teilweise unter einer schützenden Salzkruste ist noch feuchter Schlamm.

Doch das Tal selbst ist ein spektakuläres physisches und visuelles Erlebnis. Ich wanderte im "Golden Canyon" zu der sogenannten "Red Cathedral", was 2 Meilen hin sind. Beim Anfang des Pfades steht: "Achtung, Wüstenwandern ist heikel, viel Wasser mitnehmen, mind. 2 Liter." Doch der Philipp denkt natürlich "Phaaa! Ich bin wandergewohnter Schweizer. 4 Meilen sind ja nur ein knappes Stündchen. Ein kleines Fläschchen in der Hosentasche wird schon reichen... (Vor allem, weil da auch noch so witzige Hinweise stehen, wie "Das beste Mittel gegen Schlangengift ist, nicht gebissen zu werden"...)

Und dann läuft man los. Dummerweise auch noch mittags. Kein Schatten. Der Schweiss läuft auch. Und trifft man anfangs noch ein paar andere Touris, so wird es gegen hinten sehr sehr einsam... Da gehen einem plötzlich seltsame Dinge durch den Kopf - und man ist vorsichtig, sich ja nicht den Fuss zu übertreten oder Schlangen zu treffen oder so... Selbst für Fotos nimmt man sich hinten nicht mehr viel Zeit. Rasch den letzen Schluck des inzwischen heissen Wassers und wieder raus hier.

Plötzlich summselt eine Fliege um den Kopf. Was macht die denn hier fernab von allen Marmeladenbroten und Kuhfladen? Wahrscheinlich - so denkt es im etwas überhitzten Kopf weiter - sind hier nur genetisch dumme und entscheidungsschwache Fliegen. Die jungen Fliegen werden geboren, denken "Was soll das denn? Wüste? Das ist aber gar nicht lustig, so fernab von allen Marmeladebroten und Kuhfladen...". Einige genetisch weiterentwickelte denken: "Nur weg hier!", fliegen los und verenden irgendwo unterwegs (na ja, so ohne Kompass und alles bei über 40 Grad...) Die zurückbleibenden sitzen also rum, überlegen hin und her, können sich nicht entscheiden, und weil sie nichts anderes zu tun haben, bevor auch sie eingehen, vermehren sie sich halt. Et voilà.

Ja, genau - es war deutlich, deutlich zu heiss dort...


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Posted by philipp.laemmlin at 22:27 | Comments (0)