31.08.04
Der Reiseplan als Übersicht
Auf vielseitigen Wunsch - von Marcel - hier der grobe Reiseplan ;-)
Das einzige, was ich geplant bieten kann, sind die Daten der Flüge des "Around the World Tickets" (Star Alliance).
Wie geschrieben war ich bis jetzt in Island und Ost-Kanada. Und aktuell fahre ich durch Kanadas wilden Westen.
ab 17.09.04: USA Westküste
ab 16.10.04: Hawaii
ab 05.11.04: Neuseeland
ab 20.12.04: Australien
ab 03.02.05: Indonesien (Bali)
ab 14.02.05: Philippinen
ab 28.02.05: Japan
ab 18.03.05: China (Region um Shanghai)
ab 28.03.05: Kambodscha, Laos, Myanmar
ab 14.05.05: ... back home again
Für die Länder selbst hab ich noch nichts vorbereitet. Das schau ich dann, wenn ich dort bin. Aber nun hab ich ja ein Medium, um meine Route zu verbreiten :-)
PS: Bilder-Sektion ist - herzlichen Dank Patrice! - im Versuchsstadium. Nun brauch ich nur noch eine dicke Leitung in einem der nächsten Hotels...
Posted by philipp.laemmlin at 19:38 | Comments (5)
26.08.04
Vancouver - ein Fall für den Schirm
Was macht man in einer Stadt, die von den Parks, den Buchten, den umliegenden Bergen, sommerlichen Freiluftaufführungen und dem Sitzen in Gartencafés lebt, wenn es dauerregnet?
Nun ja, ein bisschen was kann man ja schon ansehen, aber wenn die Schuhe wieder glucksen vor Nässe, dann macht des Müllers Lust in den Strassen von Vancouver wenig Freude. Als Alternativen standen zur Verfügung: Olympiade schauen (läuft in jedem Pub und natürlich auch im Hotel…), Kino Manko aufholen (von Spiderman 2 über Fahrenheit 9/11 bis zum 3D Oceanworld IMAX Film), Theater (Suds, ein Musical aus aneinander gereihten Hits der 60er-Jahre, eine „Soap-Opera“ im Waschsalon – ziemlich „silly“, aber charmant) – Museen (das Kunstmuseum ist extrem spannend) – Gym (warum auch nicht…) – Essen (na ja, man war ja im Gym…) –Shopping (neues WYSIWYG - What you SEARS is what you get).
HIGHLIGHTS: Take 5, ein Café, wo alles stimmt (inkl. dem gratis WLAN Zugang) – „Fahrenheit 9/11“, der Film von Michael Moore ist unverzichtbar und hoffentlich wirkungsvoll (zum Glück hat man keine Fernbedienung im Kino, sonst wären viele bei den teils langen Passagen zu Seinfeld oder Friends weggezappt…) – Granville Island, eine echte Insel mit nur Restaurants, Bars, Theatern, etc. mitten in der Stadt.
[KANADA/west/british columbia/vancouver]
Posted by philipp.laemmlin at 21:22 | Comments (13)
17.08.04
Die Traumstrassen von Nova Scotia
Die zweite Botschaft bei der Einfahrt in Nova Scotia nach dem „Welcome“ ist auf einem riesigen Schild der Hinweis, dass die Einführung von Honigbienen verboten ist…
Doch das Tourismusbüro der Provinz macht einen hervorragenden Job. Im Welcome Park, der 24h geöffnet ist (wenn auch nicht immer besetzt), gibt’s detailliertes Kartenmaterial und ein richtiges Buch zur Region. Sieben Trails (fürs Auto…) führen durch die ungeheuer abwechslungsreichen Landschaften. Da diese „Halbinsel“ (der Hauptteil ist noch hauchdünn mit dem Festland verbunden) jedoch fast 1.5 mal so gross ist wie die Schweiz, und die Küstenlinie durch die vielen Buchten über 10'000 km ausmacht, muss man sich auch in der Beschränkung noch beschränken.
Ich bin zuerst nach Halifax gesteuert und hab von dort, der Südküste folgend, den „Lighthouse Trail“ und den „Evangeline Trail“ befahren (das ist insgesamt der untere Zipfel). Danach fuhr ich nach Norden auf „Cape Breton Island“ und hab das touristische Juwel unter die Räder genommen: Den Cabot Trail – ein ziemlich „ausgetrampelter Pfad“, wenn man das bei einer Autostrasse so sagen darf… Aber schön, ja, wirklich schön.
Auf der ziemlich direkten Rückfahrt übernachtete ich in Moncton. Die Bay of Fundy, und speziell die Chignecto Bay, an der Moncton liegt, halten den Weltrekord im Gezeitenunterschied. 15 Meter kann das – je nach Mondphase – ausmachen. [Exkurs: Jeder weiss ja so ungefähr, warum wir Ebbe und Flut haben: Das Resultat der Anziehungskraft von Mond und Sonne. Doch bei mir war das absolutes Halbwissen. Mir war nicht bewusst, dass der Rhythmus nicht 12 respektive 24 Stunden, sondern 12h 25’ respektive 24h 50’ umfasst. Das heisst also, der Höhepunkt verschiebt sich jeden Tag. Ausserdem dachte ich, dass das immer etwa gleich stark sei – aber die Schwankungen je nach Mond- und Sonnenstand sind beträchtlich. Am stärksten wirken die Kräfte bei Voll- und Leermond auf das Meer. Das zeigt sich besonders in dieser Bucht, in der das einströmende Wasser in der Spitze zusammenläuft und daher diese gewaltigen Gezeitenunterschiede erzeugt.] Obwohl ich nicht in der Peak-Phase da war, ist es sehr beeindruckend, eine Bucht „austrocknen“ zu sehen. Bindet man sein Boot bei Flut an einen Baum am Ufer, hängt es ein paar Stunden später in der Böschung – bei Ebbe das Boot anzubinden kann dumm herauskommen…
Ein anderer Effekt lässt sich dort sehr schön beobachten: Die Boral Tide. Das ist die Welle des durch die Flut in die Flussläufe hineindrängenden Wassers. Die Flüsse fliessen dann kilometerlang aufwärts, und die Spitze dieser Welle kann sogar meterhoch werden. Aber eben, auch nur im Extremfall (Voll- oder Leermond) und an bestimmten Stellen. In der meisten Zeit ist diese extrem vermarktete Touristenattraktion – wie es der Lonely Planet ausdrückt – eher eine „Boring Tide“…
HIGHLIGHTS: Die Führung des stolzen englischen Soldaten von 1840 (Studentenjob im Sommer) durch die „Citadel“ in Halifax, wo gedrillt, exerziert, gedudelsackpfeift und Wache gestanden wird wie „echt“. Wieder ein Zeitsprung… - Scallops, Scallops, Scallops. Ich liebe Kammmuscheln, und hier kriegt man sie in allen Zubereitungsarten (15 Stück mit Backkartoffel für 9.95 - Die glatt geschliffenen und einsamen Felsen am Meerufer mit den gelben Algen, die im Spiel der Brandung hin- und herwehen, ein paar Hundert Meter links vom touristenumkrabbelten Leuchtturm von Peggy’s Cove. – Das Computermuseum in Annapolis Royal (für Nerds: siehe speziellen Eintrag)
[KANADA/ost/nova scotia]
Posted by philipp.laemmlin at 21:03 | Comments (4)
13.08.04
Was macht ein Altair 8800 in Annapolis Royal?
Dieser Artikel ist eigentlich nur für die Nerds unter den Lesern gedacht. Alle anderen: Einfach eine andere Nachricht anklicken...
Bei "Port Royal" wurde 1605 die erste permanente europäische Siedlung gegründet. Die Franzosen errichteten ein Fort - und das hart umkämpfte Städtchen wechselte in über einem Dutzend Schlachten mehrmals die Hand, bis 1710 die Engländer die Vormacht gewannen und den Ort in "Annapolis Royal" umtauften. Heute leben grade mal 550 Einwohner in dem pittoresken "Kaff", das vor allem von der Geschichte lebt. 120 Häuser sind staatlich geschützte Kulturgüter, und auf der nächtlichen Friedhofstour macht man Bekanntschaft mit dem ältesten Grabstein von Kanada (uiuiui...) und wirklich herrlichen Geschichten... Aber in Annapolis Royal ist noch was, das nicht mal im Lonely Planet steht: Ein Computermuseum.
Und ich wäre auch fast daran vorbeispaziert, denn es ist neben einem Kleidergeschäft sehr unvorteilhaft angeschrieben – und wirkt sehr provinziell. Was kann man da schon erwarten. Doch als ich hinein ging in das umgenutzte Verkaufslokal, da war ich baff. (Fast) alle waren sie da: Sinclair ZX80 und ZX81 (hab ich mir immer gewünscht…); Commodore PET, 2001, VC20, C64, 128, plus/4, 116, Amiga 500; Atari 800; etc. etc…
Aber da waren auch viel speziellere Kistchen, noch ganz ohne Tastatur, nur mit Schaltern und Tasten. Unter anderem der erste kommerziell erfolgreiche Personal Computer, der Altair 8800. (Falls sich ein Nicht-Nerd bis hierher verirrt haben sollte: Das war nicht nur die Geburtsstunde der PC Industrie, sondern auch von Microsoft: Bill und seine Kollegen haben für dieses LED-Kippschalter-Kistchen eine Standardsprache, nämlich BASIC, geschrieben.) Vom Altair 8800 wurden ca. 20'000 verkauft. Es ist ein Meilenstein in der Entwicklung, welche unsere Welt verändert hat. Neben dem Apple I – der leider im Museum fehlt… - ein „Heiliger Gral“ der Computersammler.
Aber noch ein erstaunlicheres Gerät war da, welches 1986 von Computerspezialisten am Boston Computer Museum (heute das Computer History Museum in California) zum allerersten PC erklärt wurde: Der Kenbak-1. 1971 wurden 40 Stück davon gebaut, 10 existieren davon soviel man weiss noch. Nun werden sich die Wissenschaftler und Nerd-Nerds unter euch natürlich fragen, was denn den „ersten Personal Computer“ definiert. Gute Frage – und damit ihr nicht „googeln“ müsst hier die 5 Punkte der Definition eines PC:
1. Ein PC ist Chip-basiert und arbeitet elektronisch
2. … wird als Computer verkauft und kann programmiert werden
3. … ist klein genug, um auf einen Tisch zu passen, und kann von einer einzigen Person bedient werden
4. … wird speziell vermarktet für den Privat- sowie den Heimmarkt
5. … wird mit dem Ziel produziert, kommerziell verkauft zu werden
Persönlich am besten gefallen hat mir ein analoger Computer, der Minivac 601 von 1961, der mit 6 Relais als Speicher funktionierte und im Museum so verdrahtet war (Programmieren heisst da = Drähte stecken), dass er Tic-Tac-Toe spielen kann.
Der Inhaber des „Nova Scotia Computer Museum“ ist ein ausgewanderter Deutscher, der Publishing gelernt hat und auch gestalterische Dienste anbietet – was man nur schwer glauben kann, wenn man die haarsträubende Website besucht.
[KANADA/ost/novia scotia/annapolis royal]
Posted by philipp.laemmlin at 02:50 | Comments (3)
09.08.04
Saguenay, St.Laurence River, Gaspé (Provinz Québec)
Man weiss es ja, man liesst es und glaubt auch, es zu bereifen – aber dass Kanada soooooooo gross ist, das wird einem erst beim Fahren bewusst.
Von Québec aus bin ich zuerst auf die Île d’Orleans gefahren, der Entspannungsinsel der Grossstädter mit einer einzigen Ringstrasse und allen paar Metern einem Schild zu einer Marmelade-Produktion, einem Weinkeller, Kunstgalerien, Obstgärten, Beerenplantagen, Schokoladen-Fabrik, etc etc. – aber wenn man nicht „kaufen“ will, dann gibt’s wenigstens nette Häuser zu betrachten. Das war’s dann aber auch.
Von da ging’s weiter auf der Nordseite des St.Lawrence Stroms bis Tadoussac, dann Richtung Westen zum Lac St. Jean, wieder zurück und noch ein Stück dem Strom entlang. In Les Escoumins hab ich die Fähre ans Südufer genommen und ein paar Hundert Kilometer entlang der Gaspé Halbinsel gemacht. Doch weil es regnete wie blöd und ich erkannte, dass das Land wirklich zu gross ist, um die meisten Dinge zu besuchen, die spannend wären, beschloss ich, mich nun nur noch auf Nova Scotia im Süd-Osten zu beschränken. Dahin bin ich dann in einem Tag gefahren – und das Wetter war wieder wunderschön…
HIGHLIGHTS: Sonnenaufgang nach meiner unfreiwilligen Übernachtung im Auto, da ich den sonst immer verschlafen hab… - Begegnung mit meinem ersten Streifenhörnchen auf einer Wanderung durch den Saguenay Nationalpark zu einem Aussichtspunkt am Fjord – Historische Akadier-Siedlung, welche von Leuten „bewohnt“ ist, welche so tun, als wäre es 17. oder 18.Jahrhundert (da versteht man die Schilderung in Chuk Palahniuks „Der Simulant“ schon besser mit seinen Arbeitsplatz als mittelalterlicher Bewohner in einem Park… Frage mich, was solche Leute als Beruf angeben: Mühler im 17.Jahrhundert??? [Palahniuk hat „Fight Club“ geschrieben, was ja ein überraschender Film war – „Der Simulant“ oder „Flug 2039“ sind zu empfehlen. Er hat eine absolut verquere Phantasie mit einer erschreckenden Detailliebe zu Dingen, auf die man nie kommen würde…])
Posted by philipp.laemmlin at 02:47 | Comments (1)
06.08.04
Wer den Wal hat...
„Whale Watching“ ist ein gewaltiges Business rund um den St.Lawrence Strom (Süd-Ost Québec). Und wegen dem Wal wird die Touri-Zahl im Sommer zur Qual...
So musste ich bei meiner späten Ankunft in Tadoussac leider feststellen, dass im Umkreis von 50km kein Hotel/Motel/B&B oder ähnliches mehr frei war - und ich war zum ersten und (bis jetzt) zum Glück einzigen Mal genötigt, im Auto zu übernachten. Nicht gerade der Ort für "än tüüfä gsundä Schlof". Gehört wohl dazu, wenn man nicht vorplant...
Das Örtchen ist nix Spezielles, oder schlimmer: Es ist ziemlich übel da. Miserable Massenrestaurants, hupende Autofahrer in nicht ganz ferienkonformer Ungeduld, auch Unfreundlichkeit hat sich unbemerkt eingenistet (sonst kaum anzutreffen in Kanada), und um 22:00 ist absolut tote Hose. Die einzige Bar mit Leben und coolen Leuten war in der Jugendherberge…
Doch speziell ist die Lage am Lawrence River, der verschiedenste Walarten beherbergt, einige davon permanent wie Beluga (das sind die grinsenden weissen Wesen, die aussehen wie ein missglücktes Gen-Experiment an einem Delphin) und Minkwale, andere vorbeiziehend wegen dem reichen Nahrungsangebot (Finnwale, Humpbacks, Blauwale). Die Bootstouren geben eine „Sichtungsgarantie“, doch mit den grossen Booten darf (dürfte) man nur noch auf 200m an die Wale heran, denn im Städtchen ist auch ein Walforschungs-Institut (mit hervorragendem Museum), das auch die Wechselwirkung der Boote mit den Walen untersucht hat. Aber die Walbeobachtung ist ein unverzichtbarer Einnahmezweig des regionalen Tourismus geworden. Ich habe gelesen, dass der Umsatz weltweit mit der Beobachtung mehr als doppelt so gross sei wie der frühere Ertrag aus der Jagd und Abschlachtung.
Da ich in Island schon 8 Stunden auf einer erfolgreichen Walbeobachtungstour war (wir haben neben Orcas auch Blauwale – die seltensten Wale und grössten Tiere der Erde, ca. 25-27m lang und wiegen 80 Tonnen – gesehen, und eine Mutter mit ihrem Jungen etwas begleitet. Das ist gar nicht so einfach, denn die tauchen normalerweise so 12-16 Minuten. Für alle gewordenen Väter/Mütter unter euch: Ein Blauwal-Junges saugt pro Tag 270 Liter Muttermilch und nimmt täglich 140 kg Körpergewicht zu. Was für ein Metabolismus… Und ein erwachsener Blauwal braucht 4 Tonnen Krill und Kleinfische, was dem Gewicht eines ausgewachsenen Elefanten entspricht. Ein Elefant also pro Tag…), hab ich mich in Bergeronnes auf die runden Felsen am Wasser gesetzt, mir von einer dort angestellten Meeresbiologin ein paar Fakten zu den Tieren erzählen lassen, und wartend aufs Meer geblickt. Dort ist eine seltene Stelle, wo sich die Wale sogar vom Land her beobachten lassen (allerdings besser mit einem Fernglas oder dem unglaublichen Zoom der Sony F-828 ;-) Und pünktlich kurz vor Schliessung des Strandes (gehört ebenfalls zu einer Walforschungsstation) haben ein paar Minkwale uns die nasse Schulter gezeigt.
Am nächsten Tag nahm ich die Fähre hinüber nach Trois Pistoles (falls ihr wissen wollt, warum dieser Ort so heisst, dann könnt ihr mich ja fragen. Ein interaktives Forum also :-) Für den normalen Preis fürs Übersetzen sahen wir einen grossen Schwarm Delphine, Minkwale und Seehunde… Herrlich das Ehepaar, bei welchem sie ihm immer sagte, wo Tiere zu sehen sind, und er wachsam mit der Kamera am Auge jedes mal zu spät war. Die haben garantiert keine einzige Aufnahme…
Posted by philipp.laemmlin at 02:44 | Comments (0)
01.08.04
Toronto, Montréal, Québec
nun bin ich bald 2 wochen unterwegs. kanada - was bisher geschah:
nach meiner ankunft blieb ich ein paar tage in TORONTO. eigentlich zu lang, aber die ersten drei tage musste ich mich von den 10 tagen dauerabschiedskaffeetrinken, terrassenbierundgrillpartyfeiern, zügelvorbereitungenundkistenpacken, behördenundvertragszeugserledigen und nicht zuletzt weltreisengepäckzusammenstellen erholen und viel viel schlafen. man ist ja auch sonst schon müde, wenn die kanadier erstmal essen gehen... klar, eben 6 stunden früher als daheim. die stadt ist riesig und an einigen orten unpersönlich und austauschbar, hat aber viele ecken mit sehr viel flaire. man läuft sich einfach einen ersten wolf...
HIGHLIGHTS: geschenktes bier im grillgarten eines privaten segelclubs auf der insel mit blick auf die skyline beim eindunkeln - "turner, whistler, monet" ausstellung in der art gallery of ontario - die niagara-fälle trotz fast unerträglichem kommerz
MONTRÉAL muss man lieben. lebensfeude sprudelt aus jedem brunnen. die vielen strassenakrobaten, zauberkünstler, musiker sind nur um weniges bunter als die montréaler und -innen selbst. zwei hauptachsen der gastronomie ziehen sich quer durch die stadt, abwechselnde ballungen von griechen, vietnamesen, chinesen, spaniern, italienern etc... alles aber weitläufig verstreut. man läuft sich den zweiten wolf...
HIGHLIGHTS: pulsierendes leben auf dem place jacques cartier am abend - die prunkvolle innendekoration der basilika "notre dame" - morgenjoggen auf den mont-royal mit rundblick auf die stadt.
aktuell sitz ich grad in einem strassenkaffee in QUÉBEC, das einen gratis WLAN-zugang hat. tolle stadt :-) ... im ernst: alle guten dinge von montréal als 10faches konzentrat plus einen schuss altes europa, das ist québec. leider wissen das auch die tausenden von touristen, die bei den restaurants - anscheinend einige der besten kanadas - abends in langen schlangen auf ein tischchen warten. die altstadt ist für nordamerika sicherlich einzigartig. ist man wirklich über den teich geflogen?
HIGHLIGHTS: die schweizer nationalhymne zum 1.august, gespielt von der militärmusik der "vieux grenadiers de genève" (inkl. exerzieren und alphorneinlage) - nachgestellte historische schlacht um québec zum 250-jährigen jubiläum des siegs der engländer über die amerikaner - spazieren durch die verwinkelten gassen der altstadt.
Posted by philipp.laemmlin at 16:58 | Comments (0)